Eishockey

Eisbären buchen das Halbfinal-Ticket

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Die Hammer Eisbären feiern mit dem 7:4 über Neuss den vorzeitigen Einzug in das Playoff-Halbfinale.

Drittes Playoff-Spiel, dritter Sieg: Die Hammer Eisbären haben sich im Eiltempo für das Halbfinale um die Meisterschaft in der Eishockey-Regionalliga West qualifiziert. Die Partie gegen die Neusser wurde am Freitagabend aber zu einer schweren Geburt.

 Hamm – Nach der Vorrundenmeisterschaft haben die Eisbären auch das zweite große Saisonziel erreicht. Gegen den Neusser EV feierten die Hammer am Freitagabend vor 647 Zuschauern im dritten Spiel des Playoff-Viertelfinales den dritten Sieg und zogen damit im Eiltempo in das Halbfinale ein. Trainer Ralf Hoja war nach dem diesmal hart umkämpften 7:4 (2:1, 2:2, 3:1)-Erfolg gegen den Tabellenachten der Vorrunde aber nicht zufrieden. „Wir hatten diesmal Probleme, Neuss hat gekämpft und uns das Leben sehr schwer gemacht“, erklärte der Eisbären-Trainer nach der Schlusssirene. „Eine 3:1-Führung darf man einfach nicht mehr so leicht aus der Hand geben. In der nächsten Runde muss sich die Mannschaft erheblich steigern.“

 Die Gäste kamen mit großer Verspätung in Werries an. Deshalb wurde die Partie eine Viertelstunde später als geplant angepfiffen. Eisbären-Trainer Ralf Hoja konnte wieder auf Lukas Novacek zurückgreifen, der seine Leistenverletzung auskuriert hatte. Der Tscheche übernahm seinen gewohnten Platz in der ersten Reihe, scheiterte schon nach wenigen Sekunden aus aussichtsreicher Position am Neusser Schlussmann Ken Passmann. 

Nach fünf Minuten war es dann Kevin Trapp, der den großen Favoriten in Führung brachte. Diesmal konnte Passmann einen Schuss von Thomas Lichnovsky nur abklatschen. Trapp verwertete den Abpraller eiskalt zum 1:0. In der Folgezeit versäumten es die Eisbären bei weiteren guten Chancen, die Führung auszubauen. Das rächte sich nach gut einer Viertelstunde, als Hamms Verteidiger Michal Spacek auf der Strafbank saß und Holger Schrills gleich die erste Überzahl zum überraschenden Ausgleich nutzte. Erst zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels gelang den Gastgebern die erneute Führung. Weil dem frei durchgelaufenen Oliver Kraft in letzter Sekunde der Schläger aus der Hand geschlagen wurde, gab es einen Penalty für Hamm. Kevin Sven Orendorz ließ sich diese Chance nicht nehmen und vollstreckte zum 2:1. 

Als dann Orendorz nur 32 Sekunden nach Wiederbeginn auf 3:1 erhöhte, schien die Partie die gewohnte Richtung zu nehmen. Doch die Eisbären verhielten sich einfach zu passiv, nutzten vorn ihre Chancen nicht, griffen in der Defensive nicht energisch genug ein. Die Neusser gaben nicht auf und nutzten diese Nachlässigkeiten aus. Erneut Schrills (25.) und David Bineschpayouh nur eine Minute später schockten Eisbären und Fans mit dem 3:3. Kevin Thau sorgte schließlich dafür, dass die Hammer zumindest mit einem knappen 4:3 in die letzte Pause gehen durften. 

Auch im Schlussdrittel sah es keineswegs souverän aus, was die Hammer diesmal auf das Eis brachten. Zwar traf Spacek in Überzahl von der blauen Linie früh (43.) zum 5:3, doch schafften die Neusser durch Dominik Thum erneut den Anschluss (53.). Noch in der gleichen Minute gelang Lichnovksy der sechste Hammer Treffer. Vier Minuten vor dem Ende war es dann der ehemalige DEL-Akteur Orendorz, der mit einem beherzten Sololauf und dem Treffer zum 7:4 für die Eisbären doch noch für klare Verhältnisse sorgte und den Anhang auf der Tribüne endgültig erlöste.

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