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Chris Schutz tanzt nach Eisbären-Gala den Mambo Number 5

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Von: Peter Schwennecker

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Der überragende Chris Schutz erzielte gegen die Essener Moskitos allein fünf Tore für die Eisbären.
Der überragende Chris Schutz erzielte gegen die Essener Moskitos allein fünf Tore für die Eisbären. © Robert Szkudlarek

Es war im 23. Heimspiel der Eishockey-Oberliga-Saison erst der dritte Heimsieg. Und weder Fans der Hammer Eisbären noch die Spieler waren nach dem 7:2 (0:0, 4:2, 3:0)-Erfolg über die Essener Moskitos zu bremsen. Ausgelassen wurde der überraschende Triumph gefeiert.

Hamm – Im Mittelpunkt der Ovationen stand der Amerikaner Chris Schutz. Der hatte mit seinen fünf Treffern, davon zwei sogar in Unterzahl, die Moskitos fast im Alleingang erlegt und damit den Galaabend des Tabellenletzten gekrönt. Vor den begeisterten Anhängern tanzte er schließlich noch als Zugabe den Mambo Number 5. „Das war ein Geschenk an die Fans“, freute sich Schutz, der jetzt mit 45 Treffern souverän die Torschützenliste der Oberliga Nord anführt. „Die haben uns während der ganzen Saison so hervorragend unterstützt.“

Auch Trainer Jeff Job war voll das Lobes über sein Team, das nur zwei Tage nachdem der Deutsche Eishockey-Bund den Abstieg wegen der Corona-Problematik erneut ausgesetzt hatte, befreit aufspielte. Das war für den Kanadier allerdings nicht der Grund für die beste Saisonleistung. „Wir hatten schon in anderen Spielen gute Phasen“, meinte Job. „Doch diesmal haben wir Tempo und Konzentration einmal über 60 Minuten hochgehalten und auch unsere Chancen eiskalt genutzt.“

Nach einem ausgeglichenen, torlosen ersten Drittel traf Schutz im zweiten Abschnitt innerhalb von nur 62 Sekunden gleich zweimal in Unterzahl (23.). Aber lange währte die Freude auf den Rängen nicht, denn Essen glich vor 513 Zuschauern innerhalb von nicht einmal zwei Minuten durch Aaron McLeod (27.) und Mitch Bruijsten (28.) aus. Doch die Eisbären brachen diesmal nicht ein, setzten sich dank der Tore von Kyle Brothers (32.) und Schutz (36.) wieder auf 4:2 ab. Und als dann nur 30 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels erneut Schutz einen Sololauf über das ganze Eis zum 5:2 abschloss, war die Moral der enttäuschenden Moskitos, für die es derzeit immer noch um die Teilnahme an den Pre-Playoffs geht, endgültig gebrochen.

Der Torhunger der Eisbären war aber längst nicht gestillt. Schutz mit seinem fünften Erfolgserlebnis (47.) und Kapitän Michel Maßen mit dem 7:2 (58.) sorgten schließlich für den höchsten Saisonsieg der Eisbären.

Und für einen sehr euphorischen Trainer Jeff Job: „Ich habe den Jungs gesagt, wenn sie das Tempo und diese Leistung auch am kommenden Freitag bringen, dann können sie sogar die Hannover Scorpions schlagen.“ Und die sind immerhin Tabellendritter.

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