Eisbären planen kommende Saison: Oberliga ist weiterhin Tabu-Thema

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Mit rund 450 Zuschauern im Schnitt liegen die Eisbären nach der Vorrunde voll im Soll.

Hamm - Platz drei und ein guter Zuschauerschnitt sorgen bei den Hammer Eisbären für Planungssicherheit. Der Standort Hamm ist im Gegensatz zur Vergangenheit nicht gefährdet, das Thema Oberliga bleibt aber ein Tabu.

Der letzte Eindruck bleibt oft lange haften. Doch Werner Nimmert, Vorsitzender von Lippe Hockey Hamm, will die sportliche Zwischenbilanz der Hammer Eisbären nach der Vorrunde der Eishockey-Regionalliga nicht durch die letzte 3:4-Derby-Pleite in Soest trüben lassen. „Wenn ich die bisherige Saison nach Schulnoten bewerte, würde ich der Mannschaft eine 2 geben“, erklärte Nimmert.

Seiner Meinung nach kann sich Platz drei, nur vier Punkte hinter Spitzenreiter Ratinger Ice Aliens, durchaus sehen lassen. „Die Regionalliga ist in diesem Jahr sehr ausgeglichen. Zwischen uns und dem Tabellenachten Herforder EV liegen gerade einmal sechs Punkte“, betont der Aufsichtsrat der Hammer Eis eG.

Eishockey-Standort Hamm nicht mehr gefährdet

Ohnehin läuft es derzeit gut in Werries. Nicht nur sportlich. Jedenfalls ist der Eishockey-Standort Hamm angesichts der guten Entwicklung rund um die Eishalle im Gegensatz zur Vergangenheit nicht gefährdet. „Wir haben gegenüber 2015 die Besucherzahlen der Eishalle um 30 Prozent gesteigert. Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, verkündet Nimmert stolz. Auch beim Verkauf der Genossenschaftsanteile habe es zu Beginn des Jahres schon einige Lichtblicke gegeben.

Dank der guten Bilanz der Hammer Eis eG und der Tatsache, dass die Eisbären selbst mit einem Besucherschnitt von 450 voll im Soll liegen, können die Verantwortlichen der Eisbären diesmal frühzeitig mit den Planungen für die kommende Eishockey-Saison beginnen. „Wir werden schon in den nächsten Tagen die ersten personellen Verhandlungen führen“, erklärte Nimmert, der hofft, dass die am Wochenende beginnende Endrunde entscheidende Aufschlüsse liefern wird. „In diesen Spielen werden wir sehen, wer von den Jungs richtig mitzieht und mit welchen Akteuren wir auch in Zukunft auflaufen wollen.“

Gespräche mit Trainer Hoja stehen an

Zufrieden mit der Vorrunde: Werner Nimmert.

Mit der Arbeit von Trainer Ralf Hoja, der kurz vor dem Saisonstart den in den Nachwuchsbereich des DEL-Klubs Iserlohn Roosters wechselnden Daniel Galonska ablöste, ist der Vorsitzende zufrieden. „Wir haben bisher mit Ralf Hoja nur einen Vertrag per Handschlag bis zum Saisonende. Wenn es nach mir geht, kann der ruhig weiter laufen“, erklärt Nimmert, der in naher Zukunft das Gespräch mit dem Coach suchen wird.

In der End- und folgenden Play-off-Runde um die Regionalliga-Meisterschaft wollen die Eisbären so weit wie möglich kommen. „Wir brauchen zunächst eine gute Platzierung, um dann möglichst viele Heimspiele zu haben. Die sind für uns einfach lebensnotwendig“, beteuert der LHH-Chef.

"Gibt kein Aufstiegsszenario"

Gedanken an einen möglichen Sprung in die Oberliga Nord verschwende der Hammer Vorstandschef übrigens nicht. „Es gibt in dieser Saison überhaupt kein Aufstiegsszenario. Außerdem ist die Regionalliga für uns angesichts der Besetzung aktuell genau die richtige Klasse“, versichert Nimmert.

Der schließt allein schon aus finanziellen Gründen ein Oberliga-Abenteuer aus: „Wir müssten dann unsere Zuschauerzahlen verdoppeln und angesichts der weiten Auswärtsfahrten Profis beschäftigen. Das können wir derzeit einfach nicht.“

Bleibt Kader unverändert?

Langfristig gesehen hat er die Oberliga aber keineswegs abgeschrieben. Er will aber erst die weitere Entwicklung um Verein und Eishalle in den kommenden Jahren abwarten. „Am Grünen Tisch wollen wir auf keinen Fall in die Oberliga rutschen“, beteuert Nimmert. „Wenn, dann wollen wir uns auch sportlich für die höhere Klasse qualifizieren. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.“

Zunächst einmal starten die Hammer am Freitag mit einem Auswärtsspiel in Ratingen (20 Uhr) in die Endrunde. Am Sonntag treten die Neuwieder Bären (18.30 Uhr) in Werries an. Obwohl bis zum 31. Januar noch personelle Änderungen möglich sind, wird sich bei den Eisbären vermutlich nichts mehr tun. „Geplant ist nichts“, erklärt der 2. Vorsitzende Jan Koch. „Doch wir halten unsere Ohren immer offen, wenn sich etwas ergeben sollte.“

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