Eishockey

Koch will erst die Trainerfrage klären

Eisbären-Manager Jan Koch (rechts) will möglichst bald mit Trainer Ralf Hoja (links) reden.
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Eisbären-Manager Jan Koch (rechts) will möglichst bald mit Trainer Ralf Hoja (links) reden.

Die Hammer Eisbären wollen erneut für die Oberliga planen. Ob Trainer Ralf Hoja Trainer in Werries bleibt, soll sich möglichst bald entscheiden.

Hamm – Die große Überraschung blieb aus. Für die Hammer Eisbären ist die Eishockey-Oberliga-Saison nach der glatten 1:6-Niederlage im Pre-Playoffspiel bei den Black Dragons in Erfurt endgültig beendet. Daher machte sich auf der langen Rückfahrt im Bus zurück nach Hamm auch große Erleichterung breit. Die außergewöhnlichen Begleitumstände in dieser Pandemie-Saison haben viel Kraft gekostet und sowohl bei den Spielern als auch bei den Verantwortlichen deutliche Spuren hinterlassen. „Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist“, gestand Jan Koch ein.

Durch die Ausfälle von Kevin Orendorz und Andreas Valdix fehlte den Eisbären in Erfurt die Qualität, um überhaupt bestehen zu können. Diese zu verbessern, ist in den kommenden Wochen die Hauptaufgabe für den Manager. Koch ist zeitnah gefordert. Er muss möglichst bald die Weichen für die nächste Saison stellen. Was nicht so einfach werden wird, denn die Eisbären wollen, so Jan Koch, auch in der kommenden Saison in der Oberliga Nord antreten.

Oberliga-Start nicht bereut

Doch die Hammer, die als Neuling abgeschlagen am Tabellenende landeten, haben ihre Lehren aus der Runde gezogen und den Sprung in die dritthöchste Klasse keineswegs bereut. „Wenn wir nicht in der Oberliga angetreten wären, hätten wir ja überhaupt nicht gespielt“, betonte Koch. „Doch wir haben auch gemerkt, dass wir einiges verbessern müssen, vor allem strukturell etwas ändern müssen.“

Was in erster Linie das Personal betrifft. „Fast ausschließlich mit Amateuren kann man in dieser Klasse einfach nicht bestehen“, hat Koch erkannt, dass sich die Eisbären in Zukunft professioneller aufstellen müssen. „Wir haben ja gemerkt, dass die berufstätigen Leute zu einigen Auswärtsspielen aus Zeitgründen nicht mitfahren konnten“, erklärte Koch, der in den vergangenen Tagen schon einige Gespräche mit den Spielern des Kaders geführt hat. Die Leistungsträger sollen gehalten werden. Um eine bessere Rolle zu spielen, muss sich der Verein aber nach Verstärkungen umsehen.

Hoja denkt ans Aufhören

Vordringlichste Aufgabe für Koch ist allerdings, die Trainerfrage zu beantworten. Daher will er sich möglichst bald mit Ralf Hoja treffen. „Wir haben uns schon vor Wochen darauf verständigt, darüber erst nach Abschluss der Saison zu reden“, erklärte der Manager. Allerdings hat der Coach, der bereits seit fünf Jahre in Hamm tätig ist, bereits vor einiger Zeit nach einem Auswärtsspiel bei der EG Diez-Limburg in der Pressekonferenz geäußert, dass er mit nunmehr 60 Jahren durchaus ans Aufhören denkt.

Finanziell sind die Eisbären dank der Förderung des Bundes für den Profisport und die Einnahmen durch die Übertragung der Heimspiele durch den Streamingdienst sprade.tv halbwegs über die Runden gekommen. Koch hofft jetzt darauf, dass auch die Sponsoren dem Verein weiter die Treue halten, was die Planungen für eine weitere Saison erleichtern würde.

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