Eisbären optimistisch in die Meisterrunde

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Keine Ruhepause für die Hammer Eisbären: Schon am Freitag geht es in der Meisterrunde weiter – dann ohne Dominik Luft (rechts), der zum Herner EV wechselt.

HAMM -  Weihnachtszeit, Zeit der Ruhe, inneren Einkehr und Rückschau. Nicht bei den Hammer Eisbären. Für die Eishockey-Spieler geht es bis Jahresende Schlag auf Schlag. Bereits am Freitag starten sie in die Meisterrunde der Oberliga West – ohne Dominik Luft, der zum nächsten Gegner Herner EV wechselt.

Der Druck für die Hammer hält sich in engen Grenzen, denn was bis zum 9. Februar ausgespielt wird, ist lediglich eine Setzliste für die am 14. Februar beginnende Verzahnungsrunde der OberligaGruppen West (6 Teams), Nord (4) und Ost (2). Erst dort wird es für die ambitionierten Klubs interessant, denn es geht um zwei Plätze in der Relegationsrunde zur 2. Liga. Die Eisbären gehören nicht zu den Mannschaften, die dafür in Frage kommen. „Wir wollen versuchen, die Großen zu ärgern“, sagt Trainer Milan Vanek, der mit einer weißen Weste in den zweiten Abschnitt der Saison geht.

Drei Partien bestritten die Eisbären, seit Vanek den Trainer-Posten von Waldemar Banaszak übernommen hat, und dreimal feierten sie einen ungefährdeten Sieg. „So kann es gerne weitergehen“, sagt der 65-Jährige, der diese Bilanz allerdings nicht überbewerten möchte, denn die Gegner hießen Essen (zweimal) und Grefrath, die in den kommenden Wochen gegen den Abstieg in die Regionalliga kämpfen müssen. Zudem spielte sein Team nur phasenweise so Eishockey, wie Vanek das gerne hätte. „Ich möchte, dass die Mannschaft den Puck laufen lässt, mehr kombiniert und mehr Sicherheit im Passspiel zeigt. Das schaffen wir nicht über die gesamte Spieldauer, aber wir trainieren auch noch nicht so lange zusammen“, sagt der Coach, der seinem Team jedoch großes Potenzial zuspricht.

Einer der Jungen hat am Sonntag gegen Grefrath allerdings sein vorerst letztes Spiel für Hamm absolviert. Flügelspieler Dominik Luft wird den Klub nach eineinhalb Jahren in Richtung Herne verlassen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der 21-Jährige bereits am Freitag gegen seinen Ex-Klub aufläuft. Dessen Freigabe hat er. Luft kam in der vierten Reihe der Eisbären nicht so zum Zuge, wie er sich das erhofft hatte. In Herne rechnet er sich größere Spielanteile aus.

Das Ziel der Eisbären um die Topscorer Dennis Palka (31 Punkte), Joseph Lewis (29) und Igor Bacek (24) ergibt sich aus der Hauptrunden-Platzierung. Der vierte Rang soll es wieder sein. „Wenn wir diesen Platz bestätigen könnten und ohne Verletzungen durchkommen, wäre das schön“, sagt Licht. Highlight des Restjahres ist am zweiten Weihnachtstag das Heimspiel gegen den alten Rivalen Königsborn. Zuvor geht es am Sonntag in der Eissporthalle am Maxipark gegen die Kasseler – für Vanek der Favorit neben Hauptrunden-Sieger Frankfurt. „Die haben ein Budget, mit dem wir nicht mithalten können. Aber ich bin immer optimistisch: Wenn wir einen guten Tag erwischen, können wir sehr gefährlich sein“, sagt er. - sst

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