Eishockey

Die Hammer Eisbären melden sich eindrucksvoll zurück

Kevin Thau und die Eisbären setzten sich gegen Herford durch.
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Kevin Thau und die Eisbären setzten sich gegen Herford durch.

Nach der bitteren 3:8-Pleite gegen Dinslaken haben die Hammer Eisbären gezeigt, dass mit ihnen in der Eishockey-Regionalliga doch noch zu rechnen sein dürfte.

Hamm - Dieses Spiel war ein Vorgeschmack auf die Playoffs. Die Hammer Eisbären haben sich nach dem 3:8-Debakel gegen Dinslaken am Sonntagabend eindrucksvoll in der Eishockey-Regionalliga zurückgemeldet. Der Tabellendritte bezwang den Zweiten aus Herford vor 667 Zuschauern in einer umkämpften Begegnung trotz 0:2-Rückstands mit 5:4 (0:2, 3:1, 2:1).

Eisbären-Coach Ralf Hoja standen inklusive der beiden Torhüter nur 15 Spieler zur Verfügung. Oliver Kraft musste mit einer Gehirnerschütterung passen, Thomas Lichnovsky aus beruflichen Gründen. Hamm startete ordentlich, nahm die Duelle an, strahlte nach dem 0:1 (8.) in Unterzahl durch Killian Hutt aber spürbare Verunsicherung aus. Max Droick legte schnell nach für die Ostwestfalen, wieder waren die Eisbären ein Spieler weniger auf dem Feld (12.). Martin Köchling (14.) und Kevin Orendorz (20.) verpassten den möglichen Anschluss.

Immer wieder in Unterzahl

Der fiel im zweiten Abschnitt. Köchling vergab zunächst freistehend (26.), dann bediente Orendorz Kevin Thau, der traf unter die Latte (27.). Auf Zuspiel von Marvin Cohut besorgte Igor Furda den mittlerweile verdienten Ausgleich (32.) gegen überraschend passive Gäste. Das 2:2 war aber der Weckruf für den Titelkandidaten. Die Begegnung war nun offen, Hamm ging in Führung: Köchling bediente Kevin Trapp, der stellte im zweiten Anlauf auf 3:2 (36.). Herford antwortete mit dem schnellen Ausgleich durch Guillaume Naud (38.), erneut agierten die Eisbären in Unterzahl.

Die Verunsicherung hatte der Gastgeber aber längst abgelegt. So trat das Hoja-Team jetzt mit breiter Brust auf. Trapp erhielt einen Pass von Dustin Demuth, verzögerte und traf (44.). Thomas Ehlert ließ das 5:3 folgen, Tim Pietzko hatte hinter ihn hinter dem Tor stehend freigespielt (46.) – und Marius Dräger Sekunden zuvor stark gegen Naud pariert. Die Entscheidung? Nein. Denn Naud brachte Herford – natürlich in Überzahl – zurück ins Spiel (49.). Die Zeitstrafe gegen Jonas Hoppe (54.) roch nach dem bevorstehenden Ausgleich. Diesmal wendeten die Eisbären das Blatt aber. Orendorz traf in Unterzahl – 6:4 (55.). So überstand Hamm die letzten Sekunden gar in 3:6-Unterzahl.

„Das war das Kontrastprogramm zum Dinslaken-Spiel“, sagte Hoja nach der Partie. „Die wenigen Spieler haben alles rausgehauen, mit Herz und Engagement. Das war das Statement der Mannschaft, das jetzt mal nötig war.“

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