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Hammer Eisbären in Hannover: Trainer Jeff Job stellt klare Forderungen

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Von: Patrick Droste

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Hoffen in Hannover auf eine Überraschung: die Hammer Eisbären um Kapitän Kevin Lavallee.
Hoffen in Hannover auf eine Überraschung: die Hammer Eisbären um Kapitän Kevin Lavallee. © szkudlarek

Viel Zeit, um die unglückliche und vor allem unnötige 6:7-Auftaktniederlage nach Verlängerung gegen die Moskitos Essen von Sonntagabend mit seiner Mannschaft aufzuarbeiten, hat Jeff Job nicht.

Hamm – Denn bereits am Dienstag steht mit der Auswärtspartie bei den Hannover Scorpions (20 Uhr) die zweite Partie der noch jungen Saison in der Eishockey-Oberliga an – und dort wollen sich die Hammer Eisbären in der Defensive deutlich stärker präsentieren als am Sonntag. „Wir dürfen nicht so offen sein, das geht nicht“, stellt der Coach klar. „Wir haben da die nötige Disziplin vermissen lassen und sind ein zu hohes Risiko gegangen.“

Und so nutzte Job am Montagabend die Trainingseinheit, um mit seinen Schützlingen zumindest noch einmal kurz auf die Partie vom Vortag einzugehen und sprach die eklatanten Fehler in der Rückwärtsbewegung an, die die Eisbären zuerst mit 1:3 in Rückstand gebracht und dann nach einer 6:3-Führung letztlich den Sieg gekostet hatten. „Natürlich mussten wir darüber reden, denn Hannover bringt ja noch mehr Qualität aufs Eis als Essen“, sagt Job.

Job sah auch positive Aspekte

Allerdings war auch nicht alles schlecht, was die neu formierte Mannschaft der Eisbären am Sonntag gegen die Moskitos gezeigt hatte. Sie hatte sich viele Chancen erarbeitet, sechs Treffer erzielt und die Partie über weite Phasen dominiert. „Es waren viele positive Sachen dabei“, bestätigt auch der Eisbären-Trainer und hofft nun, dass sein Team die guten Dinge in Hannover erneut auf das Eis bringt, gleichzeitig aber die folgenschweren Fehler abstellt.

In der Vorbereitung hatten die Eisbären bereits zweimal gegen die Scorpions gespielt. An dem letzten Wochenende vor dem Start in die Meisterschaft hatten die Hammer nach jeweils starken Vorstellungen einmal in Hannover mit 2:3 nach Verlängerung und einmal in Werries mit 2:4 verloren. „Da haben wir uns gut präsentiert und gesehen, dass wir da mithalten können“, erklärt Job, wohlwissend, dass die Scorpions ganz andere finanzielle Möglichkeiten haben und daher auch ganz andere Ziele im Vergleich zu den Eisbären verfolgen. Denn das Team aus der Landeshauptstadt Niedersachsens wurde vor dieser Saison gut verstärkt und soll den Aufstieg in die DEL2 schaffen.

Scorpions sind stark gestartet

Der Start in die neue Saison ist den Scorpions bislang gelungen. Nach dem 3:2-Auftaktsieg beim Krefelder EV 81 gewannen sie am Sonntag auch ihr zweites Spiel, besiegten die Black Dragons aus Erfurt mit 5:3, unterstrichen ihre Ambitionen und haben als aktueller Tabellenzweiter genauso wie Spitzenreiter Herner EV die Optimalausbeute von sechs Zählern eingefahren. „Natürlich ist das eine Mannschaft, die brandgefährlich ist“, sagt Job. „Aber sie haben die beiden Partien auch nur mit einem beziehungsweise zwei Toren Vorsprung gewonnen. Und auch in den beiden Testspielen gegen uns war es eng.“ Daher hofft der Coach, dass seine Schützlinge am Dienstag durchaus etwas Zählbares aus Hannover mitnehmen können – wenn sich die Defensive nicht wieder so Unkonzentriertheiten erlaubt wie gegen die Moskitos aus Essen. „Wenn wir hinten gut stehen und vorne unsere Chancen nutzen, dann kann viel passieren“, sagt Job. „Wir müssen schauen.“

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