Eishockey

Die Hammer Eisbären gehen auf dem Zahnfleisch

Geschwollener Ellbogen: Der Einsatz von Kevin Orendorz ist fraglich.
+
Geschwollener Ellbogen: Der Einsatz von Kevin Orendorz ist fraglich.

Intensive Trainingsarbeit ist derzeit beim Hammer Eishockey-Regionalligisten nicht möglich. Die Eisbären gehen auf dem Zahnfleisch.

Hamm - Schon das vergangene Spiel im Interregio-Cup bei den Chiefs Leuven, das die Hammer mit 5:3 gewannen, absolvierte die Truppe von Ralf Hoja mit einem sehr kleinen Kader. 

Für den Doppelspieltag am Wochenende mit den beiden Heimspielen gegen den Spitzenreiter EG Diez-Limburg (Freitag, 20 Uhr) und den Tabellenletzten Neusser EV (Sonntag, 18.30 Uhr) sieht es in personeller Hinsicht noch schlimmer aus. „Am Dienstag waren gerade einmal zehn Leute beim Training auf dem Eis. Ich weiß nicht, wer überhaupt auflaufen kann“, stöhnt der Coach.

Die beiden Tschechen Milan Svarc (Schulterverletzung) und Michal Spacek (Fingerbruch) stehen weiter nicht zur Verfügung. „Ich hoffe, dass sie so schnell wie möglich wieder ins Training einsteigen können. Doch der Zeitpunkt ist noch offen“, sagt Hoja. Marvin Cohut, der sich gegen Neuwied schwer verletzt hat, klagt weiter über große Schmerzen im Rücken- und Schulterbereich. „Es steht noch einmal eine MRT-Untersuchung an. Dann wissen wir vielleicht mehr“, erklärt der Eisbären-Trainer. 

Orendorz hat einen geschwollenen Ellbogen

Der ehemalige DEL-Profi Sven Orendorz laboriert nach der Partie in Leuven an einem geschwollenen Ellbogen. „Ob es bis zum Wochenende reicht, weiß ich nicht“, sagt Hoja. Angeschlagen sind zudem Marc Polter (Knie) und Tim Pietzko (Leistenverletzung). Zumindest besteht die Hoffnung, dass die zuletzt wegen einer Grippe flach liegenden Mike Ortwein und Tomas Lichnovsky zur Verfügung stehen. „Wir sollten zumindest 15 Mann auf das Eis bekommen, damit wir dem Druck einer Spitzenmannschaft wie Diez-Limburg überhaupt standhalten können“, meint Hoja. Mit Unterstützung aus den eigenen Reihen kann er nicht rechnen. Die U20 wurde im Sommer abgemeldet, für die Akteure der 1b-Mannschaft wäre der Sprung von der Bezirks- in die Regionalliga zu groß.

So sind die Hoffnungen der Hammer Eisbären, den letzten 8:2-Sensationssieg in Diez auf eigenem Eis zu wiederholen, nicht besonders groß. Zumal die Rockets nach dieser Klatsche wohl mit viel Wut im Bauch in Werries antreten werden. Für Hoja wird es dennoch interessant sein, zu sehen, wie sich seine dezimierte Truppe schlagen wird. „Auch in der entscheidenden Phase der Saison muss man immer mit Ausfällen rechnen. Da ist es gut zu wissen, wie das Team mit solchen Situationen umgehen wird.“

Am Sonntag treffen die Eisbären dann auf Schlusslicht Neuss, das noch kein Spiel gewonnen hat, aber oft nur sehr knapp geschlagen wurde. „Immer ein unangenehmer Gegner“, meint Hoja, der dennoch einen Sieg seiner Mannschaft erwartet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare