Hammer Eisbären erst Außenseiter, dann Favorit

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Die Hammer Eisbären um den Briten Joseph Lewis (links) treten am Freitag bei den Löwen Frankfurt an.

HAMM -  Die Spieler der Hammer Eisbären haben diese Woche genossen. Nach zuvor drei Partien innerhalb von vier Tagen hatte ihnen Trainer Milan Vanek über den Jahreswechsel frei gegegeben, um Kräfte zu sammeln. Die brauchen sie, denn am Freitag (19.30 Uhr) beginnt mit der Partie bei den Löwen Frankfurt ein anstrengender Januar mit insgesamt elf Spielen in der Oberliga-Endrunde West.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Eisbären-Kader wegen zahlreicher Ausfälle geschrumpft ist. Vanek rechnet wie zuletzt nur mit „zweieinhalb Blöcken“, die er auf das Eis schicken kann. „Unsere personelle Situation sieht nicht gut aus, aber da müssen wir durch“, sagt der 65-Jährige.

Karl Jasik (Jochbeinbruch), Lucas Becker (Schulterverletzung) und Thomas Richter (Reha nach Hand-OP) fallen für das Wochenende ebenso aus wie Alexander Seel (krank). Ob Ibrahim Weißleder, mit zwölf Treffern drittbester Hammer Torschütze, antreten kann, steht in den Sternen. Er ist wegen Knieproblemen in Behandlung.

Die Frankfurter haben alle fünf bisherigen Spiele der Meisterrunde nach 60 Minuten gewonnen und führen die Tabelle mit 15 Punkten klar vor den Eisbären (10) an. Die könnten ihre Rolle als erster Verfolger an die Kassel Huskies abgeben, die beim sieglosen Schlusslicht Herner EV antreten. „Frankfurt ist ein Riese. Die Spieler sind alle Vollprofis. Aber wir wollen versuchen, sie zu ärgern“, verspricht Vanek. Das Team aus der Hessen-Metropole ist das einzige, gegen das die Hammer in dieser Spielzeit noch keinen Punkt geholt haben. „Für uns als Sportler muss es das Ziel sein zu punkten“, so Vanek, dessen Team erst am vergangenen Sonntag mit 1:6 gegen Frankfurt verlor. „Wir haben uns gut verkauft. Aber leider haben wir die erste Viertelstunde verpennt“, kommentierte Vanek den 0:3-Rückstand nach dem ersten Drittel. „Wir gehen ganz unverkrampft in dieses Spiel, denn wir haben nichts zu verlieren“, sagt Vanek.

Das sieht zwei Tage später anders aus, wenn die Eisbären in der Eishalle am Maxipark auf Herne treffen (Sonntag, 18.30 Uhr). „Wir spielen zuhause und haben die Pflicht, drei Punkte zu holen – Personalsorgen hin oder her“, fordert Vanek die vollen drei Zähler wie zum Auftakt der Meisterrunde, als sich seine Mannschaft in Hernes Gysenberghalle mit 4:1 durchsetzte und so die Basis für ihren beeindruckenden Auftakt legte. - sst

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