Eishockey

Eisbären sind auf den Playoff-Geschmack gekommen

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Auf eine gute Defensive wird es ankommen beim anstehenden Showdown gegen Diez-Limburg.

Mit großen Vorschusslorbeeren reisen die Hammer Eisbären nach Rheinland-Pfalz. „Wir sind guter Dinge“, sagt Trainer Ralf Hoja vor dem dritten Aufeinandertreffen im Halbfinale der Regionalliga West mit der EG Diez-Limburg am Freitagabend (20.30 Uhr, Eissporthalle Diez). 

Hamm - Kein Wunder – die Hammer haben das jüngste Kräftemessen vor heimischer Kulisse mit 4:1 für sich entschieden. Es war der zweite Sieg gegen den wohl größten Titelanwärter in der laufenden Spielzeit. „Wir sind die einzige Mannschaft, die das geschafft hat“, ist Hoja stolz auf seine Truppe.

„Diez-Limburg dürfte gewarnt sein, dass wir ein unangenehmer Gegner sind.“ Insbesondere an der stabilen Hammer Defensive brach sich der Hauptrundenerste am vergangenen Sonntag mehrfach die Zähne aus. „Das hat dazu beigetragen, dass wir immer besser reingekommen sind und schließlich auch dominanter wurden“, weiß Hoja, dessen Team im letzten Drittel aufdrehte. Dustin Demuth, Milan Svarc und Igor Furda markierten die drei entscheidenden Treffer für die Eisbären, die durch den Sieg im Best-of-Five auf 1:1 stellten.

Hoja mahnt vor Diez-Limburger Rausch

Auf die jüngste Überraschung soll gleich die nächste folgen. Aber Hoja erwartet in der Fremde eine ganz andere Partie: „Du kannst von einem Spiel nicht aufs nächste schließen. Vor allem nicht bei einem solchen Gegner“, deutet der 51-Jährige auf den Playoffs-Auftakt gegen die EG, wo Hamm mit 2:6 unter die Räder geriet. „Diez-Limburg spielt sich gerne mal in einen Rausch, macht schon im ersten Drittel zwei, drei Treffer hintereinander und dann ist das Spiel im Grunde gelaufen“, mahnt Hoja. „Das konnten wir im ersten Duell nicht verhindern, im zweiten schon. Daran wollen wir natürlich anknüpfen“, legt der Coach den Fokus auf die Abwehr.

Pietzko warnt vor der Fackel von Ross-John Reed

Auch Verteidiger Tim Pietzko hat das Erfolgsrezept bereits ausgemacht: „Die Offensivleute müssen hinten aushelfen, genauso wie Sonntag. Da haben wir konzentriert verteidigt und Diez-Limburg den Zahn gezogen.“ Doch es sei auch eine Portion Glück dabei gewesen, denn manche Spieler seien individuell einfach zu stark. „Ross-John Reed hat zum Beispiel so eine Fackel, den kannst du nicht ganz aus dem Spiel nehmen“, räumt Pietzko ein. „Jeder Fehler wird bestraft.“

Doch die Hammer wollen sich nicht nur hinten reinstellen. „Unsere Taktik ist grundsätzlich offensiv ausgerichtet“, erklärt Hoja. Gegen Diez-Limburg sei die Grundordnung zwar etwas defensiver, aber mit gefährlichen Kontern wollen die Westfalen zum Erfolg kommen. „Die müssen sitzen“, bringt es Hoja auf den Punkt und erinnert gleichzeitig daran, wie es nicht laufen sollte: „Beim 2:6 waren unsere Gegenstöße zu lasch. Wir sind beinahe mutlos über das Eis geschippert.“

Orendorz und Köchling fehlen

Verzichten müssen die Eisbären lediglich auf zwei Akteure. Kevin Orendorz ist noch nicht wieder zu 100 Prozent fit, arbeitet jedoch an seiner Rückkehr, während Martin Köchling beruflich verhindert ist. „Ansonsten kann ich aus dem Vollen schöpfen“, freut sich Hoja. Erfreulich ist nicht nur die Personallage auf dem Eis, sondern auch auf den Rängen, besser gesagt im Auswärtsblock. Denn um ihre Mannschaft in Diez zum Sieg zu peitschen, rücken die Eisbären-Fans mit vier vollen Fanbussen an. „In einem engen Spiel können die Fans natürlich das entscheidende Zünglein an der Waage sein“, weiß Manager Jan Koch.

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