Eishockey

Belohnung für eine starke kämpferische Leistung

Jubiläumstreffer: Das 1:0 durch Gianluca Balla (rotes Trikot) gegen die Crocodiles Hamburg war zugleich das 100. Tor der Hammer Eisbären in der laufenden Oberliga-Saison.
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Jubiläumstreffer: Das 1:0 durch Gianluca Balla (rotes Trikot) gegen die Crocodiles Hamburg war zugleich das 100. Tor der Hammer Eisbären in der laufenden Oberliga-Saison.

Hut ab vor den Hammer Eisbären. Trotz der aussichtslosen sportlichen Situation raffte sich die Mannschaft noch einmal auf und wurde endlich für eine starke kämpferische Leistung belohnt. Am Freitagabend gelang dem Schlusslicht mit dem überraschenden 6:3 (1:1, 3:2, 2:0)-Erfolg über den Tabellenfünften Hamburg Crocodiles der siebte Saisonsieg. 

Hamm - „Endlich haben wir auch einmal ein großes Team geschlagen“, freute sich Trainer Ralf Hoja über den Dreier. „Es gibt nichts zu meckern. Wir haben das vorn und hinten richtig gut gemacht und werden jetzt auch wieder mit mehr Freude zum Auswärtsspiel am Sonntag zu den Hannover Scorpions fahren.“

Druck machten zunächst die Gäste von der Elbe, die von Beginn an versuchten, das Schlusslicht mit hohem Tempo zu überrennen. Die Eisbären befreiten sich nur selten, konnten sich allerdings auf ihren Schlussmann Sebastian May verlassen, der sein Tor lange sauber hielt.

Führung der Eisbären aus dem Nichts

Wie aus dem Nichts heraus fiel plötzlich die Führung für die Gastgeber (15.). Bei einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor von Crocodiles-Goalie Luis Wittorf reagierte Hamms Gianluca Balla am schnellsten. Es war ein ganz besonderer Treffer. Balla gelang das 100. Saisontor der Eisbären. Eine Marke, die alle anderen Teams der dritthöchsten deutschen Spielklasse bereits vor einigen Wochen überschritten hatten. Balla besaß kurz darauf sogar noch die Chance, auf 2:0 für den Außenseiter zu erhöhen. Doch diesmal scheiterte er freistehend an Wittorf.

Hamburg erhöhte aber sofort wieder den Druck und kam noch vor der Pause zum verdienten Ausgleich. Tobias Bruns legte den Puck gekonnt mit einem Rückpass für Andre Gerartz auf, der das Spielgerät nur noch zum 1:1 (19.) über die Linie schieben musste.

Blitztor durch Kevin Orendorz

Die Hamburger waren zu Beginn des zweiten Abschnitts mit den Gedanken wohl noch in der Kabine, als Kevin Orendorz zum Solo ansetzte und aus sehr spitzem Winkel das 2:1 markierte. Gerade 15 Sekunden waren gespielt, als der Puck vom linken Innenpfosten in die Maschen prallte. Und die Hammer setzten nach. Nach Zuspiel von Orendorz war es in der 24. Minute Michal Spacek, der zum 3:1 traf. Und damit nicht genug. Orendorz selbst erhöhte (33.) auf 4:1. Ein kurioser Treffer. Aus einer Position hinter dem Tor schoss er Schlussmann Wittorf an, der bei diesem Versuch nicht gut aussah. Der 18-jährige Nachwuchskeeper der Crocodiles stand nur zwischen den Pfosten, weil die beiden Stammtorhüter derzeit verletzt waren. Die Eisbären bemerkten die Verunsicherung bei den Gästen und versuchten deshalb, aus allen Lagen zu schießen. Allerdings ohne weiteres Glück. Die Hamburger kämpften sich ins Spiel zurück, verkürzten innerhalb von nur einer Minute zum Ende des Drittels durch Treffer von Patrick Saggau und Topscorer Dominik Lascheit auf 4:3 (39.).

Zum Abschluss ein Empty-Net-Goal

Im Schlussabschnitt drängten die Gäste auf den Ausgleich, scheiterten aber immer wieder am überragenden May. 1:52 Minuten vor dem Ende gelang schließlich Andreas Valdix nach einem Konter das erlösende 5:3, dem Tobias Schwab noch ein Empty-Net-Goal zum 6:3-Endstand (60.) folgen ließ

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