Eisbären bejubeln 3:2-Erfolg über Dortmund

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Christoph Ulrich

Hamm - Großer Jubel bei den Hammer Eisbären. Mit 3:2 (0:2, 2:0, 1:0) besiegte die Mannschaft von Trainer Daniel Galonska vor 521 Zuschauern im Duell des Tabellenzweiten gegen den - dritten der 1. Eishockey-Liga West die Dortmunder Eisadler und machte damit ihrem Trainer ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk. Sie vergrößerte den Vorsprung in der Tabelle gegenüber dem Verfolger auf vier Punkte.

Die Eisbären, bei denen Goalie Sebastian May trotz seiner im vergangenen Spiel erlittenen Kehlkopfverletzung im Gegensatz zum ebenfalls angeschlagenen Verteidiger Lari Mäkijärvi auf dem Eis stand, erwischten den denkbar schlechtesten Start. Der Hammer Mikael Paunio musste schon nach wenigen Sekunden auf die Strafbank, und die Gäste nutzten ihre erste Überzahlsituation eiskalt zur Führung. Felix Bergner hatte aus der Distanz abgezogen, und Bergstermann reagierte am schnellsten, um den Abpraller im Tor unterzubringen.

Hamm reagierte mit wütenden Angriffen, setzte die Eis- adler mächtig unter Druck. Doch Igor Furda hatte nach einem Sololauf ebenso Pech (4.) wie Kevin Thau (6.), der aus kurzer Distanz über das Tor schoss, und Oliver Kraft, der am gut reagierenden Dortmunder Goalie Marius Dräger scheiterte. Statt des verdienten Ausgleichs sahen die Zuschauer in der Eissporthalle am Maximilianpark nach elf Minuten gar das 0:2, nachdem Berger die Hammer Abwehr überlaufen hatte und den Puck an May vorbei einschob.

In der Folge hielten beide Teams das Tempo in einer intensiv geführten Begegnung hoch, wobei die Hausherren die spielerischen Vorteile der Gäste durch erhöhten kämpferischen Einsatz wettmachten. Der Lohn blieb ihnen versagt, weil Kevin Trapp an Dräger scheiterte.

Das sollte sich nach der ersten Drittelpause ändern. Zunächst hätte zwar der Ex-Hammer Jiri Svejda in Überzahl fast für das 0:3 gesorgt (23.), doch sechs Minuten später ließ Dräger den Puck nach Schuss von Jonathan Klinke abprallen, und Paunio staubte zum Anschlusstreffer ab.

Dem folgenden Angriffsdruck hielt Dortmund bis zur 33. Minute stand, dann glich Furda nach Vorlage von Robin Loecke aus – das Spiel begann bei Null.

Im Schlussdrittel kämpften die nur zwölf Hammer Feldspieler aufopferungsvoll – Partie und Chancenverteilung waren völlig offen. Thomas Ehlert (43.), Thau (44.) und Klinke (50.) verpassten die Führung. Auf der anderen Seite vereitelte May, der auch zum besten Spieler seines Teams gewählt wurde, mehrfach Möglichkeiten. Dann setzte sich Kapitän Tim Pietzko vier Minuten vor dem Ende gegen zwei Dortmunder durch, passte auf Thau, der die Scheibe zu Oliver Kraft weiterlegte. Und der sorgte mit seinem Siegtreffer für eine Flut von Glückshormonen bei seinen Mitspielern, die noch spannende Schlussminuten mit doppelter Unterzahl und einer 3:6-Situation überstehen mussten, ehe der Sieg perfekt war. „Das waren drei sehr wichtige Punkte für uns, um die Verfolger fernzuhalten“, freute sich Galonska über den Erfolg gegen den direkten Konkurrenten. „Ein besonderes Lob gilt den jungen Spielern, die dem Druck standgehalten haben.“

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