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Hammer Eisbären bangen um Michel Maaßen

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Von: Peter Schwennecker

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Fraglich ist der Einsatz von Michel Maaßen, der wegen muskulärer Probleme zuletzt nicht trainierte.
Fraglich ist der Einsatz von Michel Maaßen, der wegen muskulärer Probleme zuletzt nicht trainierte. © Robert Szkudlarek

Der Blick auf die anstehenden Aufgaben am Wochenende und auf den aktuellen Tabellenstand verheißt für den Eishockey-Oberligisten Hammer Eisbären nichts Gutes. 

Hamm - Mit den Spielen am Freitag um 20 Uhr bei den Herner Miners und am Sonntag (18.30 Uhr) auf eigenem Eis gegen die Tilburg Trappers trifft der Vorletzte auf zwei Mannschaften, die zu den absoluten Topteams der Klasse zählen. Doch vorzeitig die weiße Fahne zu hissen und die Punkte abzuschenken, das entspricht nicht dem Naturell von Trainer Jeff Job. „Im Eishockey ist vieles möglich. Wir werden mit unseren Möglichkeiten alles versuchen. Am Ende werden wir sehen, was dabei herausspringt.“

Mit der kurzfristigen Verpflichtung von Stürmer Artjom Alexandrov von den Hannover Indians deutete sich unter der Woche zumindest eine kleine Verbesserung der personellen Lage an. Doch das ist inzwischen wieder Makulatur. Neben den langzeitverletzten Viktor Beck und Maximilian Otte droht nun auch weiter der Ausfall des grippekranken Igor Furda. Zudem erscheint nach augenblicklichem Stand ein Einsatz von Routinier Michel Maaßen eher unwahrscheinlich zu sein. Beide konnten in dieser Woche nicht trainieren.

Muskuläre Probleme bei Michel Maaßen

„Bei Maaßen ist es eine muskuläre Geschichte“, berichtet der Coach. „Der behandelnde Arzt hat Michel geraten, vorsichtig zu sein, damit die Sache nicht schlimmer wird“, erklärt Job. Deshalb will der Trainer kein Risiko eingehen. „Wir werden beim Abschlusstraining noch einmal testen, ob er ohne Probleme laufen kann. Aber die Saison ist sehr lang. Deshalb können wir uns einen längerfristigen Ausfall nicht erlauben.“

Nur gut, dass Neuzugang Alexandrov schon am Wochenende für die Eisbären spielberechtigt ist. Die ersten Trainingseindrücke des Deutsch-Russen waren laut Job gut. „Artjom ist ein guter Schlittschuhläufer, besitzt zudem eine sehr gute Technik. Er wird uns sicher helfen können“, meint Job. Ob sofort, ist allerdings fraglich, denn der 23-Jährige hatte zu Beginn der Saison bei den Hannover Indians sehr wenig Eiszeiten, weil er nur in der vierten Reihe der Niedersachsen zum Zuge kam. „Sie haben ihm in Hannover nicht die Chance gegeben, sich zu zeigen“, betont der Coach.

Artjom Alexandrov ist in einer der ersten beiden Reihen eingeplant

Er wird Alexandrov aber sofort diese Möglichkeit bieten. Wie Job erklärt, wird er ihn in einer der ersten beiden Reihen einsetzen. Wenn Maaßen ausfällt, als dessen Vertreter. Dennoch baut Job keinen Druck auf. „Artjom ist noch ein sehr junger Spieler. Die können an einem guten Tag glänzen, aber man muss auch damit rechnen, dass es einmal nicht so läuft.“

Wenn die Eisbären aus Herne etwas mitnehmen wollen, dann müssen sie vermutlich einen Glanztag erwischen, gleichzeitig dürfen die Miners nicht an ihre Normalform heranreichen. Dass das nicht unmöglich ist, bewies am vergangenen Wochenende Aufsteiger Essen Moskitos. Die „Stechmücken“ setzten sich im Derby beim Nachbarn vor 2099 Zuschauern überraschend deutlich mit 5:2 durch und brachten den Hernern die erste Saisonniederlage bei. Dabei musste der HEV allerdings auf seinen Stammtorhüter Björn Linda verzichten, der wegen eines grippalen Infekts nicht zur Verfügung stand.

Herne wird Wut im Bauch haben

Job rechnet damit, dass die Herner mit einer gehörigen Portion Wut gegen die Hammer auflaufen werden. „Sie werden gewaltig unter Druck stehen. Wir müssen von Beginn an mit allen Mitteln dagegenhalten, wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen“, ergänzt der Coach.

Nicht weniger schwer wird die Herausforderung für die Eisbären am Sonntag in Werries gegen die Tilburg Trappers. „Tilburg hat einen Kader mit 25 richtig guten Spielern, die fast alle der niederländischen Nationalmannschaft angehören“, berichtet der Hammer Trainer. „Die sind in der Lage, von der ersten bis zur letzten Minute richtig auf das Tempo zu drücken.“ Allerdings haben die Eisbären durchaus gute Erinnerungen an die Trappers, holten sie doch in der vergangenen Saison nach einem aufopferungsvollen Kampf bei der 1:2-Niederlage in der Overtime ihren ersten Oberligapunkt gegen die Tilburger.

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