Kanu-Slalom

Nur Ex-Weltmeister schneller als Hengst

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Stefan Hengst belegte Rang zwei bei einem Cup-Rennen in Slowenien.

Für den Hammer Kanu-Slalom-Fahrer Stefan Hengst hat sich der Wochenendausflug nach Slowenien gelohnt. Er belegte Rang zwei bei einem Cup-Rennen.

Bovec - Er hat die gute Form auch in der Corona-Zeit nicht verloren. „Das war ein Ausflug, der sich in jedem Fall gelohnt hat“, meinte Stefan Hengst vom Kanu-Ring Hamm. Nach fast dreimonatiger Wettkampfpause nahm er am Samstag im Bovec an einem nationalen slowenischen Cup-Rennen im Kanu-Slalom teil und freute sich am Ende über Platz zwei hinter dem zweimaligen Weltmeister Peter Kauzer (Slowenien), der bisher alle drei Veranstaltungen der acht Durchgänge umfassenden Wettkampfserie gewonnen hat. 

Wildwasser gefahren

Bereits am Donnerstag war Hengst gemeinsam mit dem Augsburger Thomas Strauß, der am Ende Elfter wurde, und der Hanauerin Caroline Trompeter, die Rang sieben im Damen-Wettbewerb belegte, auf eigene Kosten mit dem Auto in die Julischen Alpen gefahren. Übernachtet wurde auf einem Campingplatz. Noch am Anreisetag absolvierte das Trio einen Trainingslauf auf der Soca. „Ich habe gleich gemerkt, dass mir die Strecke recht gut liegt“, fand sich der 26-jährige Heessener gleich auf Anhieb zurecht. „Da am Freitag kein weiteres Training möglich war, sind wir dann ein bisschen Wildwasser gefahren. Das war eine schöne Verbindung zwischen Wettkampf und Urlaub“, genoss Hengst auch die freie Zeit in Bovec.

Kauzer 2,2 Sekunden schneller

Am Samstag standen beim slowenischen Cup-Rennen zwei Durchgänge auf dem Programm, von denen der schnellste Lauf gewertet wurde. Hengst erwischte einen sehr guten Start und legte von 65 gestarteten Teilnehmern, darunter neben der slowenischen Elite auch einige Fahrer aus Österreich, Italien und Ungarn, die Bestzeit vor, die am Ende keiner unterbieten konnte. Favorit Kauzer leistete sich gleich zwei Torfehler und landete am Ende im geschlagenen Feld. Doch der Weltmeister von 2009 und 2011 bewies, dass man auch mit 36 Jahren noch Topleistungen bringen kann. „Im zweiten Lauf ist er einfach bärenstark gefahren und war schließlich 2,2 Sekunden schneller als ich“, berichtet Hengst, der keineswegs enttäuscht darüber war, dass er den Sieg so knapp verpasste: „Ich war schon überrascht, dass es für mich so gut lief. Und das Ergebnis stimmt mich zuversichtlich mit Blick auf den September, wenn wir vielleicht doch noch einige Rennen fahren können.“ 

Da die Cup-Rennen eine willkommene Abwechslung zum Trainingsalltag in Augsburg waren, denkt Hengst jetzt sogar darüber nach, vielleicht noch den einen oder anderen weiteren Termin in Slowenien wahr zu nehmen.

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