Handball

Der ASV Hamm-Westfalen rutscht in Dresden aus

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Niedergeschlagen: Der ASV hatte mit Merten Krings (rechts) und Neuzugang André Kropp das Nachsehen.

Ausgerutscht in Dresden: Den Auftakt nach der Winterpause hatten sie sich anders vorgestellt: Mit 28:31 (13:19) unterlag Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen vor 2585 Zuschauern in der ausverkauften BallsportArena beim Liga-15. HC Elbflorenz in Dresden – aufgrund einer schwachen ersten Halbzeit.

Dresden – Der Gastgeber ließ nichts unversucht, um die Stimmung auf der Tribüne der Arena emotional anzuheizen. Auf allen Plätzen der Halle hatten die Verantwortlichen schwarze T-Shirts für die Zuschauer verteilt, auf denen das Leitmotiv des Tages zu lesen war: „#mitGLATTschen“ stand darauf in großen Lettern geschrieben – eine Anspielung auf den Vergleich beider Teams in der vergangenen Saison, der bereits nach 16 Minuten abgebrochen werden musste, weil sich der Hallenboden als zu glatt erwiesen hatte. Die Punkte gingen am Ende über den Grünen Tisch an den ASV – ein Stachel, der offensichtlich bei den Gastgebern tief saß.

Dieses Mal gab es am Hallenboden nichts zu beanstanden. Die Gäste schlitterten dennoch durch den ersten Durchgang, als hätten sie Schlittschuhe untergeschnallt. Bereits am Samstag, aber ohne ihren verletzten Kapitän Jakob Schwabe (Schulter) und Linksaußen Vyron Papadopoulos (Trainingsrückstand) waren sie angereist – und ein wenig Führungslos wirkten sie auch auf der Platte.

Die Gastgeber legten dagegen fulminant los. Julius Dierberg (2) und Michal Kasal legten einen schnellen 3:0-Vorsprung für ihr Team an, der offensichtlich Sicherheit und Selbstvertrauen gab. Auf der anderen Seite, war es Marten Franke, der von Außen den ersten Hammer Treffer markierte.

Doch der ASV blieb weiter in der Defensive, weil er im Angriff keine Durchschlagskraft entwickelte und auch in der Deckung gegen die flink vorgetragenen Elbflorenz-Angriffe immer wieder das Nachsehen hatte.

Schwacher Start der Gäste aus Hamm

Nach sieben Minuten beim Stand von 5:1 nahm Rothenpieler das erste Team-Timeout, brachte mit Stefan Lex für Jan von Boenigk und Merten Krings für Oliver Milde neue Kräfte – was kurzfristig fruchtete. Nach zwölf Minuten war das Team wieder auf zwei Treffer herangekommen (7:5) – nur, um zuzusehen, wie Dresden wieder drei Tore nachlegte.

Als Krings beim 11:6 selbst von Philip Jungemann nicht aufzuhalten war, der das Trikot des Hammers beim Abwehrversuch in seine Einzelteile zerlegte, schöpften die Gäste wieder Hoffnung. Doch näher als auf vier Tore kamen die Hammer bis zur Pause nicht heran. Im Gegenteil: In den letzten vier Minuten des ersten Durchgangs legte der HC Elbflorenz noch einmal einen 4:2-Lauf hin – es hieß 19:13 zur Pause – ein fast schon uneinholbarer Rückstand für den Tabellenzweiten.

Mit mächtig viel Wut im Bauch, ein bisschen Glück und deutlich größerem Zug zum Tor kamen die Gäste aus der Kabine. Und zurück in die Partie. Vier Treffer in Folge durch Südmeier (2), von Boenigk und Jan Brosch brachten den ASV binnen fünf Minuten auf 19:17 heran – dieses Mal nahm Dresdens Rico Goede seine Auszeit. Und der Gastgeber kam kurz darauf durch Sebastian Greß zu seinem ersten Tor des zweiten Durchgangs (20:17).

Dresden war zurück, und in der Folge hatte es der ASV Oliver Krechel zu verdanken, dass er im Spiel blieb. Der Keeper, ab Ende des ersten Durchgangs zwischen den Pfosten parierte gleich mehrere freie Bälle.

Und der Tabellenzweite blieb dran: Nach 50 Minuten war Hamm durch einen Treffer von Stefan Lex erstmals wieder auf einen Treffer heran gekommen (25:24). Doch Dresden schlug noch einmal zurück. Dieses Mal entscheidend.

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