ASV will Leistung in Aue bestätigen

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Nach dem Sieg gegen Tabellenführer DHfK Leipzig wollen die Hammer Handballer auch gegen Aue erfolgreich sein.

HAMM - Viel breiter kann die Brust kaum werden. Eigentlich. Sechs Siege in Folge, davon zwei in den vergangenen beiden Partien beim Ligazweiten und gegen den unangefochtenen Spitzenreiter - der ASV Hamm-Westfalen könnte derzeit in der 2. Handball-Bundesliga auf einer Erfolgs- und Euphoriewelle schweben.

Könnte, weil die Kreuzbandverletzung, die sich Rückraumakteur Marian Orlowski gleich in der ersten Minute gegen den DHfK Leipzig zugezogen hat, doch schwer aufs Gemüt drückt. Ab sofort muss die Mannschaft ohne ihren besten Feldtorschützen auskommen, will aber trotzdem weiter erfolgreich spielen. Dass sie das kann, hat sie mit dem fulminanten 31:27-Erfolg über Leipzig bereits bewiesen - im Gastspiel am Samstag beim EHV Aue (17 Uhr/Erzgebirgshalle, Lößnitz) möchte sie diese Leistung nun bestätigen. "Gerade wegen des Ausfalls von Marian müssen wir in den letzten drei Spielen vor der Winterpause noch enger zusammenrücken", sagt ASV-Coach Kay Rothenpieler. "Für Marian wollen wir das Spiel gewinnen. Auch wenn es generell immer sehr schwer ist, in Aue zu spielen."

Die Gastgeber liegen derzeit mit einem ausgeglichenen Punktekonto zwei Ränge hinter dem ASV, feierten zuletzt aber zwei Siege in Folge. Vor allem das 27:22 am Mittwoch beim TV Neuhausen -- erst der zweite Erfolg in fremder Halle -- sorgte für große Freude bei den Sachsen, die im Spiel davor das Überraschungsteam aus Rimpar mit 29:22 entzauberten und eindrucksvoll ihre Heimstärke bewiesen. Denn in der Erzgebirgshalle gewannen bislang nur Leipzig (29:28) und überraschend die HG Saarlouis -- alle anderen Mannschaften mussten unverrichteter Dinge wieder die Heimreise antreten -- was Warnung genug für die Hammer sein sollte. Auch die Gastgeber haben personelle Probleme, denn Kapitän Eric Meinhardt pausiert zurzeit wegen eins Fingerbruchs. Dafür rückte aber der erst 19-Jährige Sigtryggur Dani Runarsson in Neuhausen mit einer starken Vorstellung ins Rampenlicht.

Die Hammer haben in der Begegnung gegen den Spitzenreiter viel Kraft gelassen. Denn das Tempo über 60 Minuten hochzuhalten, geht an die Substanz. Personell sieht es - abgesehen von der Orlowski-Verletzung - ganz gut aus. Zumindest gab der Rückraumlinke Markus Fuchs Entwarnung, nachdem er in der zweiten Halbzeit gegen Leipzig umgeknickt war und zwischenzeitlich das Feld verlassen musste. "Markus hat aber schon wieder leicht trainiert", meldet Rothenpieler. "Und auch Julian Possehl, der wegen eines grippalen Infekts im Training pausieren muss, wird dabei sein."

An eine intensive Vorbereitung auf die Partie beim EHV war in der kurzen Zeit nach dem Leipzig-Spiel dennoch nicht zu denken. "In erster Linie war regenerieren angesagt", sagt Rothenpieler, "Und natürlich war die Verletzung von Marian, der selbst da war, noch ein Gesprächsthema. Aber in erster Linie ist diese Verletzung ja für die anderen Spieler auch eine Chance auf mehr Einsatzzeit. Denn so schnell reagieren und einen neuen Spieler verpflichten können wir derzeit sowieso nicht." - güna

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