ASV am Samstag zuhause gegen Bad Schwartau

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Bjönr Wiegers

HAMM - Es war eine angenehme Trainingswoche für den ASV Hamm-Westfalen. Mit dem Hochgefühl vom 29:27-Erfolg aus der Partie bei der HSG Nordhorn-Lingen im Rücken gingen auch die schwersten Übungselemente ein wenig leichter von der Hand. Ein Zustand, den Kay Rothenpieler nur zu gerne auf unbestimmte Zeit verlängern würde.

„Die Stimmung war schon nach dem Unentschieden im Heimspiel gegen Leipzig so“, sagt der Trainer des Hammer Zweitligisten. „Und natürlich hat der Sieg der Mannschaft gut getan.“

Entsprechend motiviert gehen die Hammer in die Partie gegen den VfL Bad Schwartau am Samstag (19 Uhr/Westpress-Arena). Und auch in diesem Match erhofft sich Rothenpieler ein Erfolgserlebnis. „Jetzt wollen wir nachlegen und versuchen, an die Form aus dem Nordhorn-Spiel anzuknüpfen und solch eine Leistung auch zuhause auf die Platte zu bringen.“ Drei Heimspiele in Folge stehen nun für den ASV an, und nicht zuletzt aus diesem Grund fordert der Trainer, dass „wir zuhause wieder eine Macht werden müssen. Denn es ist wichtig, bei unseren Fans in der Halle wieder eine gute Stimmung zu erzeugen. Und die hängt eben auch immer von der Spielweise ab.“ Zu viele Punkte habe sein Team in den Heimbegegnungen liegen gelassen. Das soll nun wieder anders werden.

Mit dem unmittelbaren Tabellennachbarn aus Lübeck kommt allerdings ein Gegner nach Hamm, der selbst zuletzt viel Selbstvertrauen getankt haben dürfte. Mit 26:24 (Trotz 9:16-Rückstand nach 35 Minuten) wurde Tabellenführer HC Erlangen bezwungen und damit der Rückstand zum derzeit auf Platz zehn rangierenden ASV (27 Punkte) bei einem Zähler gehalten – ein Indiz dafür, dass Nachlässigkeiten unweigerlich eine weitere Niederlage nach sich ziehen würden. „Aber in dieser Liga ist jedes Spiel, das ansteht, schwer“, sagt Rothenpieler. „Und es gibt immer wieder Gründe dafür, warum der jeweils nächste Gegner stark ist. Daher müssen wir jede Begegnung wie ein Endspiel angehen. Es ist sicherlich einfacher, mit einem Sieg im Rücken, aber es gibt viele Parameter, auf die wir uns konzentrieren müssen.“

Eine dieser Unwägbarkeiten ist die personelle Situation im eigenen Lager. Denn sowohl der Einsatz von Abwehrchef Jakob Macke als auch der von Kreisläufer Björn Wiegers werden sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden. Macke hatte sich vor der Partie in Nordhorn zwar mit der Mannschaft warm gemacht, musste dann aber abwinken. Die schmerzende Patellasehne ließ keinen Einsatz zu. Seitdem hat der Defensivspezialist in den Trainingseinheiten pausiert, um das Knie zu schonen. Erst beim Abschlusstraining stieg er wieder ein. „Endgültig können wir aber erst kurz vor dem Spiel sagen, ob es gehen wird“, so Rothenpieler. Was so auch für Wiegers gilt. Der 32-Jährige hat aufgrund einer Zerrung im Adduktorenbereich zuletzt gar nicht trainiert und wird erst heute nach dem Aufwärmen sagen können, ob er auflaufen kann. Sollten beide ausfallen, wäre Jan Brosch der letzte verbliebene Kreisläufer im Kader. Der 22-Jährige spielte bereits in Nordhorn über die volle 60-Minuten-Distanz in der Deckung, würde heute aber zudem im Angriff gefordert. „Aber auch da hat er seine Qualitäten“, glaubt Rothenpieler. „Und es ist immer schwer für die Verteidigung, gegen solch einen großen Kreisläufer zu decken.“

Bei Sebastian Schneider und Marian Orlowski, die zuvor lange verletzt gewesen waren, sieht der Trainer weiterhin eine aufsteigende Formkurve. „Das wird stetig besser“, sagt er. „Aber beide sind noch lange nicht wieder bei ihrem vollem Leistungspotenzial angekommen. Sebastian macht das ganz ordentlich, wenn er reinkommt, bringt Ruhe ins Spiel. Marian fehlt es dagegen noch ein wenig an der nötigen Schnelligkeit. Aber auch er wird seine Einsatzzeiten kriegen. Und dass das zuletzt nicht so der Fall war, hatte eher taktische Gründe.“ - güna

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