ASV Hamm-Westfalen trifft auf den TV Neuhausen

+
Markus Fuchs im Einsatz

HAMM - Euphorie: ja. Ein volles Haus: gerne. Aber beim Tabellen-Sechsten der 2. Handball-Bundesliga, ASV Hamm-Westfalen, der mittlerweile nur noch einen Zähler Rückstand auf den -dritten Platz aufweist, wissen alle vor der Partie gegen den TV Neuhausen am Samstag (19 Uhr/Westpress Arena), dass der Traum vom Aufstieg in das Handball-Oberhaus schnell ausgeträumt sein kann.

„Du brauchst doch nur zwei Spiele in Folge zu verlieren, dann stehst du wieder irgendwo auf Platz zwölf“, sagte Friedrich, wohl wissend, wie eng es in der Tabelle der 2. Liga in dieser Saison zugeht. „Daher wollen wir einfach versuchen, unsere Partien zu gewinnen und die Leute in die Halle zu locken.“ Ein Ausrutscher gegen Neuhausen, das nur drei Zähler hinter den Hammern auf Rang zehn liegt, käme dem Team von Coach Kay Rothenpieler daher mehr als ungelegen.

Das ASV-Trainerduo hat sein Team akribisch auf die Gäste vorbereitet, die mit ihrer 3:2:1-Deckung sehr unangenehm zu spielen sind. „Die müssen wir auszuspielen versuchen“, sagte Friedrich, der sich sicher ist, dass diese offensive Deckungsvariante für seine Spieler mittlerweile an Schrecken verloren hat: „Wir trainieren das ja regelmäßig selbst, weil unsere 5:1-Variante auf Ballklau aus ist und wir agieren wollen.“ Daher gehöre das Üben in der Kleingruppe mit 1:1 oder 3:3-Situationen fest zu den Trainingsinhalten der Hammer. „Wichtig ist, dass die Geduld gegen solch eine Abwehr nicht verloren gehen darf.“

Die Trainingswoche verlief relativ ruhig. Allerdings musste David Wiencek aussetzen, weil er über Magen- und Darmprobleme klagte. Jakob Macke hat sich zudem beim Krafttraining verhoben. Und Markus Fuchs wurde vom Erstligisten GWD Minden zum Training abgerufen, weil er ursprünglich am Mittwoch beim 30:28-Sieg über die Füchse Berlin mitwirken sollte, was schließlich aber nicht passierte.

Für die Partie gegen Neuhausen rechnet Friedrich aber wieder mit allen Akteuren – mit Ausnahme von Neuzugang Julian Possehl, der für den TBV Lemgo im Einsatz sein wird, sowie den langzeitverletzten Alexander Auerbach (Schulter) und Sebastian Schneider. Schneider wird aller Voraussicht nach in rund zwei Wochen wieder das Training aufnehmen. So lange braucht es noch, bis die Narbe nach seiner Hodenkrebs-Operation verheilt ist.

Für Marian Orlowski wird die lange Leidenszeit nach seinem Kreuzbandriss dagegen endgültig zuende gehen. Nachdem der Rückraumlinke in Aue beim Hammer 29:28-Sieg eine vierminütige Generalprobe hinter sich brachte, wird er gegen Neuhausen von Beginn an auf dem Spielberichtsbogen geführt. „Er wollte der Mannschaft da schon helfen, aber vielleicht war es eine ganz gute Erfahrung für ihn, zu sehen, dass es im Spiel doch anders ist als im Training. Wichtig war aber vor allem, dass er keine Schmerzen mehr hat. Und von der Athletik her ist er auf jeden Fall so fit, wie er es noch nie in seinem Leben war. Handballerisch braucht er natürlich noch Praxis.“ Die er bereits heute sammeln dürfte. - güna

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare