Handball-Testspiel

ASV unterliegt Bundesliga-Aufsteiger Nordhorn

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ASV-Trainer Kay Rothenpieler gefielen bei der Testspiel-Niederlage in Nordhorn weder das Ergebnis noch die Leistung seiner Mannschaft.

Das Testspiel beim Bundesliga-Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen ging für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen verloren. Grund genug für Trainer Kay Rothenpieler, in der Ansprache ein bisschen deutlicher zu werden. Denn die erste Hälfte hatte ihm überhaupt nicht gefallen.

Nordhorn - Ein wenig verärgert wirkte Kay Rothenpieler, der Trainer des ASV Hamm-Westfalen, am Mittwoch schon, als er auf die soeben erlittene 20:24 (7:12)-Niederlage des Handball-Zweitligisten im Test beim Bundesliga-Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen zurückblickte. „Man verliert einfach nicht gerne“, sagte der Coach, „vor allem, weil es anderthalb Minuten vor Schluss noch 20:22 stand und wir zwei Bälle leichtfertig weggeworfen haben. Und dann wirst du mit Gegenstößen bestraft.“

Doch es war nicht ausschließlich das Resultat, an dem Rothenpieler sich im Nordhorner Euregium störte. Es war auch die Art und Weise, wie seine Mannschaft sich in Phasen der Begegnung präsentiert hatte. Vor allem in den ersten 30 Minuten agierte der ASV schwach, was sich allein schon an der Ausbeute von nur sieben eigenen Treffern ablesen lässt. „Die erste Halbzeit war nicht gut“, resümierte der Hammer Trainer: „Da sind wir nicht ins Spiel gekommen. Uns fehlten jegliche Spritzigkeit und Aggressivität. Das haben wir in der Kabine dann auch etwas ernster angesprochen.“

Jakob Schwabe am Finger verletzt

Hinzu kam, dass der ASV, dessen Vorbereitung durch die inzwischen ausgeheilten Verletzungen von Jan Brosch, Neuzugang Ivar Stavast, Oliver Milde sowie dem Ausfall von Fabian Huesmann (Kapselblessur am Finger) in den vergangenen Wochen ohnehin beeinträchtigt war, einen weiteren personellen Rückschlag hinnehmen mussten. Denn beim Turnier des TuS Volmetal hat sich Jakob Schwabe am vergangenen Wochenende eine Fingerverletzung zugezogen. „Das müssen wir von einem Spezialisten checken lassen“, betonte Rothenpieler. 

Das führte dazu, dass Brosch am Kreis in Nordhorn durchspielen musste. Und auch bei Milde sowie Stavast war spürbar, dass sie noch nicht im Vollbesitz ihrer Krafte sind. „Olli merkst du an, dass ihm die Spritzigkeit und das Timing fehlen. Aber wir waren generell nicht beweglich genug“, kritisierte der Coach. Und Stavast, so hat Rothenpieler beobachtet, „hat ein wenig die Leichtigkeit verloren. Er ist etwas müde.“

Gegen Aalborg muss am Samstag eine Hammer Steigerung her

Immerhin: Die deutliche Pausenansprache des Trainers in Nordhorn zeigte im zweiten Durchgang Wirkung. „Bis zur 52. Minute haben wir doch ein paar gute Sachen gemacht, waren zwischenzeitlich bis auf ein Tor dran. Auch die Torhüterleistung war ordentlich“, bilanzierte Rothenpieler.

Gleichwohl erwartet er am Samstag, wenn sich der dänische Meister Aalborg Handbold zum Test in der Arena am Maxipark vorstellt, eine Steigerung. „Mir gefällt einfach die Einstellung nicht“, stellte der Trainer klar. „Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen. Das ist schwierig, weil uns ständig die Leute wegbrechen. Dann kann man es im Training und in den Spielen auch nicht so gut umsetzen. Aber wir müssen trotzdem versuchen, dagegen zu halten“, forderte Rothenpieler

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