Handball: Testspiel

ASV trennt sich vom TuS Ferndorf mit einem Remis

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Remis gegen den TuS Ferndorf: Hamms neuer Spielmacher Merten Krings.

Das zweite Testspiel der Saisonvorbereitung liegt hinter den Zweitliga-Handballern des ASV Hamm-Westfalen. Nach dem deutlichen Sieg über Drittligist TuS Spenge mussten sich die Hammer gegen Liga-Konkurrent trotz guter Ansätze mit einem 28:28 begnügen.

Hamm – Welche Aussagekraft ein 28:28 (14:14)-Unentschieden in einem Testspiel gegen einen Liga-Konkurrenten hat? „Gar keine“, zuckte Trainer Kay Rothenpieler nach der Partie von Handball-Zweitligist in der Arena in Werries gegen den TuS Ferndorf die Achseln. Dabei hatte der Coach vor allem zu Beginn beider Halbzeiten schon ordentliche Phasen seines Teams gesehen – weshalb er auch von einem „guten Test“ sprach.

Den besseren Start in diesem Zweitliga-Duell erwischten die Gastgeber, bei denen Rothenpieler mit Marten Franke auf Rechtsaußen sowie Mittelmann Merten Krings zwei seiner drei Neuzugänge in seine Startformation beordert hatte. Kurzfristig war bei den Hammern noch Rückraumakteur Oliver Milde mit einer Knöchelblessur ausgefallen. „Uns fehlten dadurch ein wenig die Alternativen“, meinte der Trainer.

Ferndorf zunächst ein wenig behäbig

Ferndorf hatte zwar den ersten Ballbesitz, wirkte jedoch speziell in den ersten Minuten im Angriff noch ein wenig behäbig und wenig kreativ. Die Hammer, deren Coach im Vorfeld explizit eine gute Abwehrarbeit gefordert hatte, störten bisweilen wirkungsvoll und schalteten schnell um. „Gerade im Sechs gegen Sechs hatten wir das Spiel gut im Griff“, analysierte Rothenpieler. Folgerichtig traf Stefan Lex per Gegenstoß zum 1:0 (1.) und war in der Anfangsphase mit einfachen Toren gleich dreimal erfolgreich.

Bis zum 6:2 durch Krings (8.) zog der ASV davon, dann fand der Gast aus Kreuztal allmählich besser in die Partie. Über 6:3 (10.) und 7:5 (13.) kämpfte sich der TuS zum 7:7-Ausgleich durch Julius Lindskog (15.). Fortan blieb das Duell ausgeglichen. Einen technischen Fehler der Hausherren nutzte Ferndorf beim 10:11 aus ASV-Sicht (22.) durch Jonas Müller zur erstmaligen Führung. In die Kabine ging es dann mit einem 14:14, das Hamms Neuzugang Ivar Stavast wenige Sekunden vor der Sirene besorgte (30.).

Krechel löst Storbeck zur Pause im ASV-Tor ab

Mit Wiederbeginn rückte beim ASV Oliver Krechel ins Tor. Felix Storbeck hatte seine Sache im ersten Durchgang ordentlich gemacht, alleine in der ersten Viertelstunde ein halbes Dutzend Bälle weggenommen. Krechels Vorderleute waren auch zum Auftakt der zweiten 30 Minuten gleich hellwach, profitierten nicht nur von mehreren Paraden des Schlussmanns, sondern legten trotz zwischenzeitlicher Unterzahl – Abwehrspezialist Markus Fuchs hatte sich eine Zwei-Minuten-Strafe eingehandelt – einen 5:0-Lauf zum 19:14 hin (35.). 

Beim 20:15 (38.) hatte Gäste-Coach Michael Lerscht vorerst genug gesehen, versuchte, dem Treiben des ASV durch eine Auszeit Einhalt zu gebieten. Das fruchtete aber vorerst wenig. Die Hammer konnten weiter auf einen zuverlässigen Keeper bauen und kamen vorne mit vergleichsweise einfachen Mitteln – etwa Gegenstößen, wie beim 22:17 durch Franke (42.) – zum Erfolg.

In der Schlussphase lässt bei den Hammern die Kraft nach

In der Schlussviertelstunde gönnte Rothenpieler auch Jan Pretzewofsky und Alex Fernández Rubino aus dem Oberliga-Kader Einsatzminuten. Und als der TuS zum 23:21 verkürzt hatte (48.), wurde es ähnlich wie in der Endphase der ersten Hälfte noch einmal etwas knapp. „Das war dann auch ein wenig der Kraft geschuldet. Auch Jakob Schwabe am Kreis wurde ohne Jan Brosch irgendwann müde“, bezog sich der ASV-Trainer auf die Ausfallliste.

Beim 24:24 hatte Magnus Neitsch für die Wittgensteiner abermals egalisiert (54.), mit 27:27 ging es in die Schlussminute. Jan Wicklein erzielte das 28:27 für die Gäste (60.) und kassierte dann eine Zeitstrafe. Mit dem letzten Ballbesitz markierte Jan von Boenigk den 28:28-Endstand.

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