ASV Hamm-Westfalen: Schneider sofort nach Hagen

Sebastian Schneider

[UPDATE 15.30 Uhr] HAMM - Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen und Sebastian Schneider gehen künftig getrennte Wege. Der 29-jährige Rückraumspieler wird mit sofortiger Wirkung zum ambitionierten Drittligisten VfL Eintracht Hagen wechseln, wo er einen Vertrag für dreieinhalb Jahre erhält.

„Das ging jetzt relativ schnell“, zeigte sich der Rückraumlinke selbst ein wenig überrascht von der Eigendynamik, die sein Wechsel genommen hatte. „Dass ich schon länger in Kontakt mit Hagen stand, war klar, weil mein Vertrag in Hamm im Sommer ausläuft. Und für mich ist das die Möglichkeit, noch einen längeren Kontrakt abzuschließen. Und da ich mich familiär mittelfristig auch nach Hagen orientieren wollte, dort ein Haus gekauft habe, passte das jetzt.“

In Hagen soll Schneider nun noch aktiv dabei helfen, dem Tabellendritten der 3. Liga West zum Aufstieg zu verhelfen. „Darum werden wir Sebastian keine Steine in den Weg legen“, sagte ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. „Zumal wir ihm bereits mitgeteilt hatten, dass wir seinen Vertrag nicht verlängern werden.“

Für den Rechtshänder ist dieser Schritt auch einer in die eigene Vergangenheit, denn Schneider ist gebürtiger Hagener und war 2005 von der Eintracht zum ersten Mal in den Hammer Osten gewechselt. Nach starken Zweitliga-Jahren ging er 2008 in die 1. Liga zur SG Flensburg-Handewitt, ehe sein Weg nach weiteren Engagements bei den Füchsen Berlin, TBV Lemgo und dem TuS N.-Lübbecke im Sommer 2012 zum ASV zurückführte. Eine Hodenkrebs-Erkrankung hatte den ehemaligen Junioren-Nationalspieler in der vergangenen Saison zurückgeworfen.

Bereits am Freitag absolvierte Schneider seine erste Trainingseinheit mit den neuen Kollegen. „Natürlich spielt da auch Wehmut mit“, fällt ihm der Wechsel mit fliegenden Fahnen nicht leicht. „Und es fällt mir erstmal relativ schwer, dass es während der Saison passiert. Auf der anderen Seite ist es aber ein Neuanfang, weil ich auch beruflich in Hagen Fuß fassen möchte.“

Auch für Kay Rothenpieler ist der Wechsel des Rückraum-Shootersaus sportlicher Sicht nicht ganz einfach. „Sebi hat in den letzten Wochen seine Rolle gefunden, ist auch offener geworden“, sagt der ASV-Coach. „Und sportlich wurde es zuletzt auch immer besser. Gegen Eisenach etwa, hat er irrsinnig gut gespielt. Insgesamt hätten wir uns von ihm aber etwas mehr Konstanz gewünscht. - güna

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare