HANDBALL

Der ASV Hamm-Westfalen meldet die erste Neuverpflichtung - es ist ein alter Bekannter

ASV-Geschäftsführer Franz Dressel (links) und Marketingchef Thomas Lammers (rechts) begrüßen Rückkehrer Marian Orlowski.

Nach Trainer Michael Lerscht meldet Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen auch die erste Spielerverpflichtung für die kommende Saison - und der Neue ist ein alter Bekannter. 

Hamm – Schon im Vorfeld der Partie des ASV Hamm-Westfalen beim TuS N-Lübbecke Ende November hatte Marian Orlowski im Gespräch mit dieser Zeitung versichert, dass er gerne an seine Zeit in Hamm zurückdenkt. Zwei Monate später steht fest, dass Hamm und der ASV auch in der Zukunftsplanung des 26-Jährigen eine zentrale Rolle spielen werden. Ab der kommenden Saison wird der Rückraumlinke wieder das Trikot des Tabellenzweiten der 2. Handball-Bundesliga tragen. „Marian hat bei uns einen Zweijahresvertrag unterschrieben“, bestätigte ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. „Die Vereinbarung gilt sowohl für die erste als auch für die zweite Liga.“

Vor der Partie seines derzeitigen gegen den künftigen Verein, die der ASV in Nettelstedt mit 27:22 für sich entschied, hatte Orlowski allerdings noch keinen Gedanken an einen Wechsel vergeudet. Ein Angebot des aktuellen Tabellensechsten lag vor, und erst als die Anfrage der Hammer über seinen Berater kam, begann der wurfgewaltige Rechtshänder, sich Gedanken über eine Rückkehr in den Hammer Osten zu machen. „Mitte Dezember ist es dann konkret geworden, dass sie gefragt haben, ob ich gerne zurück kommen würde“, erinnert sich Orlowski. „Dann habe ich die Weihnachtsfeiertage genutzt, um zu überlegen und mich schließlich für Hamm entschieden. Das war keine leichte Entscheidung, aber das Bauchgefühl war für den ASV. Und mit ein bisschen Abstand habe ich dann gesagt, dass es für mich der richtige Schritt ist. Ich habe ein gutes Gefühl bei dem neuen Trainer Michael Lerscht, die Mannschaft funktioniert und ich kenne noch viele Spieler von früher.“

Viele ehemalige Mitspieler

Mit Fabian Huesmann, Jan Brosch, Jakob Schwabe, Markus Fuchs und Felix Storbeck hat der gebürtige Lüdenscheider noch bei seinem letzten Engagement von 2012 bis 2016 zusammen gespielt. Und nach ein paar Gesprächen mit Trainer und Ggeschäftsführer stand fest, dass es eine Neuauflage der Zusammenarbeit mit dem aktuellen Ligazweiten geben wird.

Doch Orlowski betont auch, dass er als gereifter Spieler zurückkehren wird. Nach zwei Jahren in der 1. Liga beim TVB Stuttgart und zwei weiteren in Lübbecke möchte er nun auch in Hamm eine tragende Rolle einnehmen. „Ich möchte viel spielen und Verantwortung übernehmen. Und ich habe das Gefühl, dass das beim ASV so sein wird“, sagt er. „Ich habe mich weiter entwickelt, bin in Lübbecke Kapitän. Und der ASV ist auch nicht stehen geblieben – ich habe richtig Bock, an dem Projekt Teil zu haben.“

"Das Geilste, das es gibt"

Ob das letztlich in der ersten oder zweiten Liga sein wird, ist dabei für den Rückraumakteur erst einmal unwichtig. „Das kann ich ja gar nicht beeinflussen“, sagt er, auch wenn er das Geschehen in der Westpress Arena im weiteren Saisonverlauf noch intensiver verfolgen wird. „In der ersten Liga zu spielen, wäre schon das Geilste, was es gibt“, betont er, will sich aber zunächst noch auf seine Aufgabe in Ostwestfalen konzentrieren, zumal auch der TuS bei sechs Zählern Rückstand auf den ASV noch Aufstiegschancen besitzt. „Ich bin noch bis zum 30. Juni bei Lübbecke angestellt, und wir spielen auch noch einmal gegeneinander. Da ist kein Platz für solche Gedanken.“

Obwohl selbst ein vorzeitiger Wechsel noch im Winter nicht zu 100 Prozent auszuschließen ist. „Darüber kann man zumindest nachdenken“, räumt Dressel ein, der allerdings auch versichert, dass er in diese Richtung noch nichts unternommen habe.

Die Verpflichtung des einen Rückraumlinken bedeutet allerdings auch nach zwei Jahren das Ende der Zusammenarbeit für einen anderen. Oliver Milde wird den ASV zum Saisonende verlassen. „Ich bin mir aber sicher, dass Oli bis zum Ende alles für den Verein geben wird“, sagt Dressel.

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