ASV feiert gelungene Generalprobe gegen Tusem

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Die ASV-Spieler fanden häufig die Lücken in der Essener Deckung.

HAMM -  20 Minuten hatten die 390 Fans des ASV Hamm-Westfalen in der Maxipark-Arena auf die Spieler von Tusem Essen warten müssen, die auf dem Weg nach Werries im Stau stecken geblieben waren. Doch dann wurden sie für ihre Geduld belohnt. I

n der Generalprobe vor dem Rückrundenbeginn der 2. Handball-Bundesliga schaffte die Mannschaft von Kay Rothenpieler das erhoffte Erfolgserlebnis und setzte sich mit 35:34 (21:18) gegen das Erstligaschlusslicht durch.

 „Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel unbedingt zu gewinnen. Das ist uns gelungen“, sagte der ASV-Trainer zufrieden. „Wir haben uns schnell abgesetzt, waren sehr kompakt in der Deckung. Dann hatten wir aber auch Phasen, wo uns die Durchschlagskraft ein wenig fehlte. Daran müssen wir noch arbeiten.“ Es waren gerade einmal 8:52 Minuten gespielt, als Essens Coach Christian Prokop erstmals die Grüne Karte für eine Auszeit zückte. 8:3 stand es zu diesem Zeitpunkt für die Hausherren – das Resultat einer konzentrierten Arbeit in der Deckung und vor allem gleich mehrerer erfolgreicher Anspiele an den Kreis im Angriff, wo überraschend Björn Wiegers begann und sich als sicherer Schütze entpuppte. Ursprünglich hatte der Kreisläufer wegen seiner in Herford gegen den TBV Lemgo erlittenen Rippenprellung gar nicht auflaufen sollen. „Dank Apotheken und Arzneimitteln kann man auch solche Spiele überstehen“, erklärte Wiegers seinen Einsatz. „Ich habe zwei Tabletten genommen und werde die Schmerzen wohl erst heute Abend spüren. Denn während des Spiels bist du so voll Adrenalin, dass du das nicht merkst.“

Nach der Auszeit bekam der Erstligist mehr Zugriff auf die Partie, hatte sich offenbar auch langsam warmgespielt. Im gleichen Maße, wie die Essener Defensive aggressiver und sicherer wurde, leisteten sich die Hammer zunehmend technische Fehler im Aufbau. Die Folge: Bei 12:10 (18.) sah sich auch Rothenpieler gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen, und gut vier Minuten später hatten die Gäste erstmals ausgeglichen (14:14), als David Breuer, der am Ende mit 17 Treffern kaum zu stoppen war, seinen dritten Siebenmeter sicher verwandelte.

Doch wer dachte, der Traditionsklub aus Essen würde sich jetzt absetzen, sah sich getäuscht. Rothenpieler, der nun Wiegers eine Pause gönnte, brachte Felix Storbeck für Torsten Friedrich (19.) im Tor, und der Youngster legte bis zur Pause mit einigen hervoragenden Paraden die Grundlage dafür, dass die Hammer wieder mit drei Treffern vorne lagen.

Nach dem Wechsel blieb die Partie eng. Zwar zogen die Gastgeber zwischenzeitlich einmal mit drei Treffern in Folge auf 27:23 davon (41), doch Unkonzentriertheiten und technische Fehler im Aufbau ließen den Vorsprung genauso schnell wieder schrumpfen. Am Ende erhielt der ASV aber einen Drei-Tore-Sicherheitsabstand aufrecht, ehe Tusem in der Schlussminute noch einmal verkürzte, ohne jedoch noch eine Chance auf ein Unentschieden zu haben.

„Wir hatten ein zwei kleine Hänger drin, doch ich denke, das ist normal“, sagte ASV-Kapitän Andreas Simon. „Aber Essen war fast komplett. Von daher war das schon ganz in Ordnung.“ - güna

ASV Hamm-Westfalen: Friedrich (1. bis 19.), Storbeck (19. bis 60.) – Struck (6), Huesmann, Simon (9/4), Wiegers (6), Schneider (7), Macke, Gudat (5), Hartmann, Paul, Orlowski (2), Dahlhaus (n.e.), Auerbach

Tusem Essen: Vukas (1. bis 30.), Kulhanek (31. bis 60.) – Böhm (3), Keller (1), Leenders (2), Bouali (2), Pieczkowski (2), Seidel (2), D. Breuer (17/5), Lindt (2), Handschke, Rahmel (3), Kropp

Siebenmeter: 4/4 – 6/5

Zeitstrafen: 2 Minuten (Huesmann) – 2 Minuten (Kropp)

Zuschauer: 390

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