ASV vor dem großen Umbruch

HAMM - Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen steht vor einem großen personellen Umbruch. Die Verantwortlichen haben am Donnerstag darüber informiert, mit welchem Gesicht die Mannschaft in die neue Saison geht.

Die Verträge mit zahlreichen Spielern werden nicht verlängert: Thomas Rycharski, Thomas Lammers, Björn Wiegers, Frank Schumann, Jiri Hynek und Mark Schmetz werden keinen neuen Vertrag für die Bundesliga-Mannschaft bekommen. Zudem strebt der Verein eine Auflösung des noch bis 2013 gültigen Kontraktes von Zdenek Polasek an. „Wir sehen uns künftig als Ausbildungsverein“, betont Trainer Kay Rothenpieler und sieht daher keine Alternative zu den getroffenen Entscheidungen.

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Bei Publikumsliebling Björn Wiegers sowie den Abwehrspezialisten Jiri Hynek und Frank Schumann habe schlicht die wirtschaftliche Situation den Ausschlag gegeben, gewissermaßen, aus drei Gehältern eines zu machen. „Das war keine einfache Entscheidung“, bestätigt der Trainer. „Aber wir wollen Spieler verpflichten, die sowohl hinten im Innenblock als auch vorne spielen können. Jiri und Schu sind nun einmal reine Abwehrspieler, und Björn hat seine Qualitäten in der Offensive.“

Um die genauen Gründe wirtschaftlicher und sportlicher Art zu erklären und vor allem - was fast noch wichtiger ist - die Zukunftsplanungen mit den Fans zu besprechen, findet am Dienstagabend ab 19 Uhr ein offener Fantreff in der Maxipark-Arena statt.

Auch mit Maik Machulla, der noch für eine weitere Saison vertraglich an den ASV gebunden ist, seien Gespräche geführt worden. „Wir haben Maik offen gesagt, dass wir jetzt den Kader verjüngen wollen und er hier nicht mehr die Rolle spielen wird, die er sich vorstellt“, sagt Rothenpieler. „Wir planen auf seiner Position mit Chen Pomeranz und Sebastian Paul, demgegenüber wir jetzt auch verpflichtet sind. Wenn Maik daher die Möglichkeit hat, woanders unterzukommen, sind wir bereit, über eine Vertragsauflösung zu sprechen. Ansonsten werden wir seinen Vertrag natürlich erfüllen.“

Bis vor 14 Tagen bestand sogar noch die Option, dass der ASV die Lizenz für die zweite Liga zurückgegeben hätte. Es folgte die Zusage von Trainer Kay Rothenpieler. „Gemeinsam haben wir uns nun vorgenommen, unser Projekt so aufzustellen, dass wir Bundesligahandball in Hamm, egal, ob in der ersten oder zweiten Liga, mittelfristig platzieren wollen", sagt Geschäftsführer Franz Dressel.

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