HANDBALL

ASV Hamm-Westfalen: Franz Dressel kündigt Abschied an

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Das neue Führungsteam des ASV (von links): Medienchef Simon Kottmann sowie die Geschäftsführer Franz Dressel und Thomas Lammers.

Eine Aera neigt sich dem Ende zu: Franz Dressel, Geschäftsführer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, wird sein Amt im Februar, 2021, abgeben. Sein Nachfolger Thomas Lammers wird schon am 1. Juli - vorerst gemeinsam mit Dressel - antreten.

Hamm – Die Saison in der 2. Handball-Bundesliga ist abgebrochen, der Sportbetrieb ruht – doch im Umfeld des ASV Hamm-Westfalen herrscht derzeit nicht gerade Stillstand. Während die Kaderplanung bereits vor der Coronakrise beendet war, wird es im Hammer Osten neben dem Wechsel der sportlichen Leitung von Kay Rothenpieler zu Michael Lerscht auch in der Vereinsführung einige Änderungen geben. Die wichtigste: Nach fast 30 Jahren in entscheidender Position wird sich Geschäftsführer Franz Dressel im kommenden Jahr vom Amt des Geschäftsführers zurückziehen. „Ich werde meine Tätigkeit am 21. 2. 2021 beenden. Dieser Termin ist für mich persönlich ein historisches Datum. Weil man ihn sich gut merken kann, weil es mein 70. Geburtstag ist und weil die Zeit gekommen ist, loszulassen.“

Bis es soweit ist, wird Dressel sein Amt jedoch weiter ausfüllen – allerdings nicht allein. Thomas Lammers, im vergangenen Jahr beim ASV mit einer halben Stelle als Marketing-Manager gestartet, wird bereits am 1. Juli das Amt als gleichberechtigter Geschäftsführer neben Dressel ausüben und nach dessen Ausscheiden im Februar allein weiterführen. „Mit Thomas wird die ASV Handball Marketing GmbH einen weiteren Geschäftsführer bestellen“, sagt Dressel, der bestätigt, dass er sein Amt als Vizepräsident der Handball Bundesliga auch in Zukunft weiter auszuüben gedenkt. „Die besondere Situation erfordert jetzt sowohl sportlich als auch wirtschaftlich eine starke Führung des ASV. Und da ist Thomas der absolut richtige Mann, mit dem ich in den nächsten Monaten versuchen werde, die schwierige Situation erfolgreich zu meistern. Das trauen wir uns zu.“

Schneller Aufstieg vom Marketing-Manager zum Geschäftsführer

Lammers, der in seiner aktiven Zeit von 2009 bis 2012 für den ASV gespielt hat und mit dem Verein 2010 in die 1. Bundesliga aufgestiegen ist, kehrte vor einem Jahr vom Nachbarn Ahlener SG zum ASV zurück. Nach einem halben Jahr wurde ihm zum 1. Januar dieses Jahres das Management in Vollzeit übertragen. Jetzt zeigt er großen Tatendrang. „Die Aufgabe ist riesig. Ich hab richtig Bock drauf“, sagt der 35-Jährige. „Corona ist blöd, aber es gibt ein Leben danach. Ich bin sehr optimistisch, dass wir sehr schnell wieder sportliche Schlagzeilen schreiben. Und wir sind in permanentem Austausch darüber, wie wir es weiter angehen wollen, den ASV nach vorne zu bringen.“

Zunächst einmal soll das gemeinsam mit Dressel geschehen. Arbeit genug für zwei Geschäftsführer gibt es in der aktuellen Situation ohnehin. Denn das Ziel, das beim Hammer Zweitligisten weiterhin angestrebt wird, ist der Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga. „Was Franz Dressel und Kay Rothenpieler hier über 30 Jahre aufgebaut haben, spricht für sich“, sagt Lammers. „Wir spielen in einer wunderschönen Arena, wir spielen in der 2. Liga um den Aufstieg. Das Fundament ist gelegt, und wir wollen versuchen, den nächsten Schritt zu gehen.“

Erstliga-Aufstieg bleibt das erklärte Ziel

Sportlich heißt das im Klartext: Aufstieg. „Das ist das erklärte Ziel“, sagt Lammers. Und die Chance, das zu schaffen, steht schon in der kommenden Saison gut. „Es steigt keiner aus der 1. Liga ab, daher herrschen gute Voraussetzungen. Aber ob es in dieser Saison, in zwei oder drei Jahren reicht, um in die erste Liga aufzusteigen, das werden wir sehen. Doch wir müssen jetzt schon die Grundlage dafür legen, dass wir es dann längerfristig halten und den größeren Schritt in der Etatentwicklung zu machen.“

Wann die kommende Saison starten wird, steht dagegen noch in den Sternen. Stand jetzt soll die Meisterschaft vier Wochen später als ursprünglich geplant, am 2. Oktober, losgehen. Eine Verschiebung in den November scheint aber auch möglich.

Wirtschaftlich sieht Dressel den ASV trotz der schwierigen Situation gerüstet. „Wäre Corona nicht eingetreten, hätten wir es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit am 30. Juni 2020 geschafft, die ASV Handball Marketing GmbH schuldenfrei darzustellen“, sagt der Geschäftsführer. „Jetzt müssen wir die Entwicklung der nächsten Wochen abwarten.“

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