ASV gegen Nordhorn: Duell auf Augenhöhe

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Joscha Ritterbach

HAMM - Es reicht ein Blick auf die Tabelle, um die sportliche Brisanz zu erkennen, die in dieser Begegnung liegt. Wenn der ASV Hamm-Westfalen am Samstag in der 2. Handball-Bundesiga die HSG Nordhorn-Lingen empfängt (19 Uhr/Westpress-Arena), dann ist das nicht nur die Partie des Tabellenfünften gegen den -vierten, sondern auch das Ringen um den ersten Verfolgerplatz auf die Aufstiegsränge.

Den haben derzeit noch die Gäste inne, die zuletzt in eigener Halle gegen den Liga-Zwölften TV Neuhausen mit dem knappen 25:24-Erfolg ihr Konto auf 34:16 Punkte schraubten und damit einen Zähler vor den Hammern liegen, die trotz hoher Führung in Rostock (24:24) einen Zähler liegen ließen. Doch diese Partie ist mittlerweile – mitsamt des kuriosen Phantom-Treffers für den ASV – abgehakt, und der Fokus gilt Nordhorn: „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, ist sich Hamms Coach Kay Rothenpieler sicher. „Beide Teams haben ähnliche Spielweisen. Und die HSG verfügt über eine sehr erfahrene und eingespielte Mannschaft.“

Womit eine der größten Stärken der Gäste auch schon genannt wäre. Doch Coach Heiner Bültmann kann auch auf äußerst treffsichere Akteure in seinen Reihen setzen. Rechtsaußen Bobby Schagen, der zur neuen Saison bereits einen Vertrag beim Erstligisten TuS N-Lübbecke unterschrieben hat, ist als aktuell Fünfter der Torschützenliste mit 162 Treffern (davon 62 Siebenmeter) notiert, Rückraumakteur Jens Wiese liegt nur einen Rang dahinter – allerdings erzielte er all seine 141 Tore aus dem Feld heraus – und damit mehr als alle anderen in der Liga. „Aber die ersten acht, neun sind insgesamt sehr gut und spielen im aufgebauten Angriff ihren Streifen sehr cool herunter. Die machen nur wenige Fehler.“

Das Rezept, das der Hammer Trainer seinen Spielern verordnet hat, um die Nordhorner Stärken nicht zur Geltung kommen zu lassen, beinhaltet die elementaren Handball-Mixturen. „Wir dürfen einfach selbst nur wenig Fehler machen“, sagt Rothenpieler, „müssen konstant stabil agieren, gut decken, sehr aufmerksam sein und unser Tempospiel durchziehen.“

Um so wichtiger, dass sich Ondrej Zdrahala im Training nach seiner Verletzung aus der Vorwoche wieder gut erholt zeigte. Noch in Rostock klagte der Hammer Spielmacher über Schmerzen im Knöchel, war nicht so spritzig und wendig in seinen Bewegungen. „Aber jetzt ist alles in Ordnung“, gibt sein Trainer für die Partie gegen Nordhorn Entwarnung. - güna

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