Handball

Erst Frisör, dann ASV - Björn Zintel kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

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Björn Zintel

Die Fans und Spieler des ASV Hamm-Westfalen dürfen gespannt sein. Schließlich war Björn Zintel vor der Partie am Samstag bei seinem Ex-Klub (19.15 Uhr/Westpress Arena) nach einmal beim Frisör. „Nicht extra für das Spiel“, betont der Mittelmann, der noch in der vergangenen Saison im ASV-Kader stand und nun für den TV Hüttenberg aufläuft. „Aber irgendwann müssen die Zottel ja geschnitten werden.“

HAMM - Dass die Begegnung in Hamm für ihn eine besondere ist, gibt er aber gerne zu. „Ich habe in der Zeit in Hamm viele Freunde gewonnen und werde nach dem Spiel voraussichtlich auch in Hamm bleiben“, denkt der 22-Jährige gerne an die Zeit beim ASV zurück. „Schließlich war die Arena drei Jahre lang mein Wohnzimmer, und ich habe noch regelmäßig Kontakt zu den Spielern. Den Freundeskreis nimmt man immer mit, sportlich bleibt dagegen nicht viel Zeit, um darüber nachzudenken, ob eine Entscheidung richtig oder falsch war.“

Während sein Ex-Klub derzeit auf Rang drei platziert ist, läuft es für sein neues Team nicht so gut. Erst zwei Siege und ein Remis stehen auf der Habenseite – und als lockere Faustformel könnte gelten: Wenn es bei Zintel läuft, dann läuft es auch für den TVH. Acht Tore gelangen dem Mittelmann zum Auftakt gegen den EHV Aue (23:23), acht beim 26:22-Sieg in Wilhelmshaven und noch einmal acht zuletzt beim 33:27-Heimsieg gegen Aufsteiger TV Großwallstadt. „Für mich persönlich geht es ganz gut. Aber Sport ist schnelllebig. Nächste Woche interessiert es keinen, was letzte Woche war“, sagt Zintel, der sich trotz des schwachen Starts des Bundesliga-Absteigers in Hüttenberg wohl fühlt „Wir haben eine gute, homogene Mannschaft mit einem sehr, sehr guten Trainer. Aber wir haben auch drei Spiele mit einem Tor verloren und wissen, dass wir es besser machen müssen. Und gerade gegen Aue und Dormagen zuhause haben wir uns schwer getan. Aber diese Situation, unten mit drin zu stehen, kenne ich ja auch aus Hamm.“

Vor allem der deutliche Erfolg gegen Großwallstadt gibt Zintel, der mit dem erfahrenen Tomas Sklenak ein exzellentes Gespann auf der Spielmacherposition bildet, das Gefühl, dass es mit seiner Mannschaft aufwärts geht. „Vorher war die Stimmung nicht so die Bombe. Aber da waren wir konsequenter im Abschluss“, sagt er. „Unser Spiel hat sich stabilisiert. Allerdings ist in der Liga alles eng beisammen, und wenn du da nicht ans Maximum gehst, verlierst du.“

Mit seinem Hüttenberger Trainer Emir Kurtagic hat er im Vorfeld der Partie zwar über den ASV gesprochen, wirklich Neues konnte er ihm aber nicht mitteilen. „Er guckt ja auch Video. Und im Großen und Ganzen ist jedes Handballspiel von der Auslösehandlung bis zum Abschluss gleich – am Ende entscheidet die Qualität der Spieler.“

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