Handball

ASV Hamm-Westfalen: Mit einem Rückkehrer und kämpferisch gegen Konstanz

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Steht gegen die HSG Konstanz wieder im ASV-Kader: Linksaußen Vyron Papadopoulos.

Den verpatzten Auftakt nach der Winterpause mit der 28:31-Niederlage beim HC Elbflorenz in Dresden haben die Spieler und Verantwortlichen des ASV Hamm-Westfalen analysiert. Am Samstag steht ein Heimspiel an.

Hamm - Die Hammer wollen den Blick wieder nach vorne richten, die entstandene Unruhe im Umfeld ausblenden und sich am Samstag im ersten Heimspiel des Jahres gegen die HSG Konstanz (19.15 Uhr/Westpress Arena) selbst wieder auf Kurs bringen. 

Für Kay Rothenpieler, der am Freitag 49 Jahre alt wurde, wären die zwei Punkte das perfekte Geburtstagsgeschenk: „Wir müssen ein Spiel gewinnen“, fiel eine größere Feier zu Gunsten einer konzentrierten Vorbereitung auf die Partie gegen den Liga-16. allerdings aus. „Nach der Unruhe in den vergangenen Tagen hoffe ich, dass wir jetzt den Fokus gefunden haben, dass wir den nötigen Kampf an den Tag legen werden, der uns im Laufe der Saison stark gemacht hat, um die Punkte zu behalten.“

Fünf-Tore-Vorsprung verspielt

Um eine nochmalige Analyse des Hinspiels, als der ASV in den Schlussminuten einen Fünf-Tore-Vorsprung noch verspielte und mit einem 23:23-Unentschieden die Heimreise antreten musste, kamen die Spieler aber nicht herum. Allerdings fiel diese gar nicht so negativ aus. „Ich finde, dass die Mannschaft es dort eigentlich ganz gut gemacht hat“, sagt Rothenpieler. „Wir haben ohne Sören Südmeier gespielt, hatten dann zum Schluss ein bisschen Pech – sonst hätten wir das Spiel gewonnen.“

Die Tugenden und Qualitäten des Gegners kamen in der Partie dennoch zur Sprache, denn erstens verfügt Konstanz-Coach Daniel Eblen über ein Team, das niemals aufgibt und immer an seine Chance glaubt. Und zweitens verfügt die HSG zudem über genügend spielerisches Potenzial, um das auf der Platte auch umzusetzen. „Konstanz ist ein gefährlicher Gegner“, lobt Rothenpieler. „Der Mannschaft ist die Freude daran, in der 2. Liga dabei zu sein, deutlich anzusehen. Sie spielt einen guten Ball. Manchmal überdreht sie, aber sie verliert nie hoch.“ 

Konstanz ist unerfahren, wird aber reifer

Dass das Team vom Bodensee dennoch überwiegend zweiter Sieger geblieben ist, ist auch der Unerfahrenheit der Mannschaft geschuldet, die aber „immer reifer wird. Von der Spielanlage gefällt sie mir jedenfalls nicht schlecht.“

Entsprechend ist der Auftrag an die eigenen Akteure klar: Beweglich in der Abwehr auf den Beinen sein, konzentriert nach vorne spielen und zurück zum eigenen Tempohandball finden. „Konstanz ist mit einer hohen Geschwindigkeit unterwegs, spielt aus dem gebundenen Angriff aber auch gute Auslösehandlungen mit Überraschungsmomenten und viel mit dem Kreis“, ergänzt Rothenpieler, der seine Mannschaft dennoch gut gewappnet sieht. „Wir können mit breiter Brust auftreten, denn wir haben gerade zuhause schon viele sehr gute Spiele geliefert. Und wir wissen, dass wir zurecht da oben in der Tabelle stehen.“

Schwabe ist noch kein Thema

Während Kapitän Jakob Schwabe nach seiner Schulteroperation noch lange kein Thema sein wird, kehrt Vyron Papadopoulos nach überstandenem grippalen Infekt in den ASV-Kader zurück. „Im Vollbesitz seiner Kräfte wird er nicht sein, aber um Fabian Huesmann für ein paar Minuten zu entlasten sollte es reichen“, so der Coach.

Denn der dritte Linksaußen des ASV, Alex Rubino Fernandez, wird wie der Rückraumlinke David Spiekermann nicht im Kader stehen. Beide Spieler sind zeitgleich mit dem Oberliga-Team im Einsatz.

Auch einen Ersatz für den Niederländer Ivan Stavast, der den Verein nach nur einem halben Jahr wieder verlassen hat, wird es kurzfristig nach Aussage von Franz Dressel nicht geben. „Wir werden bis Samstag nichts entscheiden“, sagt der ASV-Geschäftsführer auch mit Blick auf den Portugiesen Goncalo Ribeiro. „Es gibt zwei Optionen, von denen wir die eine direkt ziehen könnten. Vor Anfang der kommen Woche werden wir uns aber nicht festlegen.“

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