2. Handball-Bundesliga

Darum wartet auf den ASV ein brisanter Doppelspieltag

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Am Wochenende doppelt gefordert: Jan von Boenigk (rechts) und der ASV Hamm-Westfalen.

Mit dem Doppelspieltag und den Partien gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke sowie beim Wilhelmshavener HV steht Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen ein strapaziöses Wochenende bevor. ASV-Trainer Kay Rothenpieler will die Mini-Chance im Aufstiegskampf aufrecht erhalten.

Hamm - Der Respekt ist bei Kay Rothenpieler, Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, deutlich herauszuhören. Der vor dem Pensum dieses Doppelspieltags, aber vor allem der vor den beiden Gegnern des Wochenendes, dem Mit-Verfolger TuS Nettelstedt-Lübbecke (Freitag, 19.15 Uhr, Arena am Maximilianpark) und dem abstiegsbedrohten Wilhelmshavener HV (Sonntag, 17 Uhr).

„Jede Partie hat ja ihre Brisanz“, sinniert Rothenpieler: „Mit Lübbecke kommt der eigentliche Aufstiegsfavorit Nummer eins zu uns. Die hatten ihre Probleme in dieser Saison, aber eigentlich ist das eine hervorragende Mannschaft.“ 

Hohe individuelle Qualität beim TuS Nettelstedt-Lübbecke

Eine allerdings, deren Klasse nicht häufig genug mit den dazu passenden Resultaten einher ging. Die Liste der Individualisten bei den Ostwestfalen ist lang. Sie reicht über den im Sommer zum Bundesligisten SC DHfK Leipzig wechselnden Torhüter Joel Birlehm, den früheren Hammer Marian Orlowski und Dener Jaanimaa im Rückraum bis hin zu Lukasz Gierak auf der Mitte oder dem treffsicheren Rechtsaußen Peter Strosack. 

„Das ist schon eine irrsinnige Qualität“, weiß Rothenpieler. Seit der Verpflichtung des Isländers Heidmar Felixson als neuem Trainer sind die Nettelstedter nach Einschätzung des Hammer Coaches zwar stabiler geworden. „Aber eines ihrer Probleme in dieser Saison war, dass sie zwar gute Einzelspieler haben, aber noch kein Team geworden sind.“

Ähnlich wie zuletzt die HSG Nordhorn, bei der der ASV am Karsamstag hauchdünn mit 27:28 unterlegen gewesen war, zählt auch der TuS gemeinsam mit den Hammern noch zum Verfolgerfeld der HBW Balingen-Weilstetten und des HSC Coburg auf den beiden Aufstiegsrängen. Nach Nordhorn also erneut ein Aufeinandertreffen mit einem direkten Konkurrenten. 

2. Handball Bundesliga: ASV Hamm  Westfalen - EHV Aue 25:25

ASV-Trainer Kay Rothenpieler will Mini-Aufstiegschance wahren

Logisch, dass Rothenpieler ungeachtet des Rückstandes von fünf Pluspunkten auf Coburg den Wunsch hegt, die verbliebene Mini-Chance auf den Aufstieg zu wahren. „Nach der Niederlage bei der HSG waren wir schon ein bisschen enttäuscht. Es war wichtig, den Kopf wieder nach oben zu bekommen. Dennoch sind wir immer noch dran, wollen uns vernünftig weiterentwickeln“, hat der ASV-Trainer die Hoffnung auf Patzer der Spitzenteams noch nicht aufgegeben: „Wer weiß, was an so einem Doppelspieltag noch alles passiert...“

Ein Instrument, um Nettelstedt in Bedrängnis zu bringen, könnte die Variante mit dem siebten Feldspieler sein, die Rothenpieler in Nordhorn ein wenig aus der Not heraus angeordnet hatte, die aber ordentlich funktionierte. „Wir mussten das machen, weil wir nachher nicht mehr die Durchschlagskraft aus dem Rückraum hatten. Ich würde mir aber wünschen, dass wir es gar nicht so oft benötigen“, betont der Coach, der diese Option lieber dann wählt, wenn seine Sieben ohnehin gut im Spiel ist: „Das ist eine taktische Variante, die aber noch besser ist, wenn man sie oben drauf setzt.“

Kurze Regenerationszeit vor Partie in Wilhelmshaven

Mit nur einem Tag Regenerationszeit setzt sich der Hammer Tross am Sonntag um 11 Uhr in Richtung Wilhelmshaven in Bewegung. Für Rothenpieler hat das Duell an der Nordsee noch mehr Brisanz als das mit Nettelstedt. „Der WHV will unbedingt die Klasse halten. Da geht es um Existenzen. Das wird ein richtiges Kampfspiel“, sagt er. In der Hinrunde demontierte der ASV die Wilhelmshavener mit 34:20 – ebenfalls zum Ende eines Doppelschlags. „Wenn du da sonntags reisen musst“, hatte Rothenpieler damals an die Adresse von WHV-Coach Christian Köhrmann geäußert, „dann ist das echt schlecht.“

Diesmal sind es die Hammer, die nachweisen müssen, dieser Herausforderung gewachsen zu sein.

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