Handball

ASV Hamm-Westfalen demontiert den TV Emsdetten im Derby

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Überragend: Sören Südmeier.

Was für ein Derby! 2034 Zuschauer rieben sich verwundert die Augen, der Fanklub sang vom Aufstieg und die Tabelle weist weiterhin den ASV Hamm-Westfalen als Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga aus. 60 Minuten lang dominierte der ASV die Gäste des TV Emsdetten, die am Ende mit 29:17 (13:5) deutlich geschlagen von der Platte schlichen.

Hamm -Die Rolle des Underdogs nahm Daniel Kubes in der momentanen Situation seiner Mannschaft im Vorfeld gerne an. "Keine Frage, wir sind Außenseiter", sagte der Coach des Tabellen-15. vor der Partie. "Kaum jemand erwartet von meiner Mannschaft, dass wir dort etwas holen. Aber ein Derby ist immer etwas Besonderes und mit vielen Emotionen aufgeladen. Wenn wir uns auf unsere Stärken konzentrieren, ist auch in Hamm etwas möglich.“ Eine Aussage, die nur wenige Minuten nach Spielbeginn von den Gastgebern ins Absurde geführt worden war.

 Die Hammer starteten wie aus einem Guss: In der Deckung boten sie keine Angriffsfläche, und in der Offensive arbeiteten sie geduldig ihre Spielzüge aus, bis sich die Chance zum Erfolg versprechenden Torwurf ergab. Bei den ersten drei ASV-Treffern jubelten die Hammer Zuschauer, danach begannen sie sich langsam die Augen zu reiben. Und als das 7:0 gefallen war, huschte vielen ein Schmunzeln über die Lippen. 

Als neun Minuten auf der Uhr abgelaufen waren, hatte Kubes beim Stand von 5:0 die erste Auszeit genommen, sechs Minuten später hatte das Rothenpieler-Team noch drei weitere Treffer beigesteuert. 8:0 - der TVE wankte einer Blamage entgegen. So kam es im Gästelager einer Erlösung gleich, als Marcel Schliedermann der erste Emsdettener Treffer zum 8:1 gelang - die Uhr stand mittlerweile bei 14:33 Minuten.

Beim ASV sorgten der überragende Steuermann Sören Südmeier im Angriff und die Defensive mit einem herausragenden Felix Storbeck zwischen den Pfosten für das Fundament, das dem TVE die Lust am Spiel nahm. Kubes versuchte alles, wechselte durch. Die Folge: Emsdetten war jetzt besser im Spiel - was allerdings auch daran lag, dass der Gastgeber ein wenig fahrig im Abschluss wurde. Drei vergebene Siebenmeter im ersten Durchgang sind der Beleg. An der deutlichen 13:5-Pausenführung änderte das aber nichts.

Nach dem Wechsel legten Südmeier und Fabian Huesmann schnell zum 15:5 nach (32.) - wichtig, um das erwartete Aufbäumen der Münsterländer im Keim zu ersticken. Die schafften danach zwar noch einen Minilauf zum 16:9 (36.), doch ein Gegenstoßtreffer von Huesmann und ein erfolgreicher Versuch durch Jan Brosch ins leere Tor sorgten für ein abruptes Ende der leisen TVE-Hoffnung auf deutliche Resultatsverbesserung. Zudem blieb die Verunsicherung ein ständiger Begleiter der Gäste, während die Hammer sich Mitte des zweiten Abschnitts eine kleine Auszeit nahmen - die Jan von Boenigk nach sechsminütiger Torflaute mit dem Treffer zum 21:12 wieder beendete (48.).

In den letzten zehn Minuten gönnte Rothenpieler seinen beiden Außen Huesmann und Franke eine Pause, brachte dafür den lange Zeit verletzten Vyron Papadopoulos und Jan Pretzewofsky ins Spiel. Auch der Ex-Emsdettener Merten Krings hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Feierabend. Was die anderen Spieler auf der Platte nicht davon abhielt, noch einmal eine furiose Schlussphase nachzulegen. Der Sieg war eh längst in trockenen Tüchern.

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