Handball: Testspiel zur Saisoneröffnung

ASV ohne Schwabe gegen dänischen Top-Klub

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Der Kapitän fehlt: Jakob Schwabe (links) leidet an einer Knochenabsplitterung am Fingergrundgelenk.

Das Aufeinandertreffen mit dem dänischen Meister und Pokalsieger Aalborg Handbold am Samstag (18.30 Uhr) in der Arena am Maxipark ist für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen der Höhepunkt der Saisonvorbereitung. Für Trainer Kay Rothenpieler handelt es sich jedoch um eine Gleichung mit vielen Unbekannten.

Hamm - „Man kennt das Team so nicht, das ist auch in Hamm etwas Neues“, betont der Coach. Und auch ihm selbst fällt eine Einschätzung schwer: „Ich weiß nicht, wie stark Aalborg ist, in welcher Phase der Vorbereitung sich die Akteure befinden und wie ernst sie das Spiel nehmen.“

Umso klarer sind jedoch seine Vorstellungen, was sein eigenes Team angeht. Und das hatte sich beim 20:24 in Nordhorn am vergangenen Mittwoch über weite Strecken alles andere als in Frühform präsentiert. Mit einer deutlichen Halbzeitansprache hatte der Trainer an die Einstellung seiner Spieler appelliert, und auch in der Nachbereitung legte er den Finger in die Wunde. „Wir haben die Partie angesprochen, ein bisschen Video geschaut. Ich glaube, das ist angekommen“, hofft er auf Besserung am Samstag.

Rothenpieler: "Verflixte Vorbereitung"

Wenn Rothenpieler von einer „verflixten Vorbereitung“ spricht, bezieht er sich allerdings nicht in erster Linie auf die Testresultate, sondern vor allem auf die Personalsorgen, die sich durch die vergangenen Wochen zogen. Und mit Jakob Schwabe hat das Verletzungspech nun auch beim Hammer Kapitän zugeschlagen. 

Seit dem Turnier des TuS Volmetal am vergangenen Wochenende plagte den Kreisläufer eine Fingerblessur. Eine Untersuchung ergab in dieser Woche, dass Schwabe sich eine Knochenabsplitterung am Fingergrundgelenk zugezogen hat – mindestens zwei bis drei Wochen Pause. „Wir müssen die Situation – auch die mit Jakob – annehmen, so blöd das auch ist. Es gilt nicht zu lamentieren, denn auch das zieht dich runter“, betont der Coach, der gegen Aalborg wieder auf Linksaußen Fabian Huesmann bauen kann. Das könnte Entlastung für Vyron Papadopoulos bringen, der diese Position während Huesmanns Abwesenheit im Alleingang bekleidete.

Am Kreis große Last auf Jan Brosch

Am Kreis wird im Angriff wegen Schwabes Ausfall eine große Last auf Jan Brosch liegen, der wegen Rückenbeschwerden selbst noch nicht ganz fit ist. „Wir werden versuchen, Broschi punktuell zu entlasten, indem wir ihn mal einen oder zwei Angriffe rausnehmen. Aber wir haben einfach keinen dritten Kreisläufer. Lars Gudat hat das früher mal gemacht, aber auch er ist nicht mehr dabei“, so Rothenpieler. In der Abwehr, wo Schwabe meist mit Markus Fuchs Regie führt, hofft der Trainer auf eine Ergänzung aus dem Oberliga-Team.

So oder so: Rothenpieler erwartet gegen die Dänen eine Steigerung gegenüber Mittwoch. „Es geht darum, dass wir dagegen halten und von Anfang an unser Spiel machen“, stellt er klar. Auf taktische Experimente will der Coach verzichten, vielmehr die Abläufe verfeinern, an die das Team bereits gewöhnt ist. Auch mit einer Niederlage könnte sich Rothenpieler abfinden, wenn die Leistung des ASV gestimmt hat.

Und dann bleiben den Hammern bis zum Liga-Start bei der SG BBM Bietigheim noch zwei Wochen, in denen der Trainer offensive Fortschritte sehen will. „Wir sind zwar schnell, aber noch nicht so strukturiert. Der Rhythmuswechsel Angriff-Abwehr sieht noch nicht so flüssig aus, wie man sich das vorstellt“, unterstreicht Rothenpieler. Schon am Samstag bietet sich die Möglichkeit zur Weiterentwicklung.

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