Zurück nach 25 Jahren: SSV-Volleyballer vor Regionalliga-Start

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Auf geht’s! Die Volleyballer des SSV Hamm vor dem Start der Regionalliga-Saison.

Hamm - Jetzt geht es los: Am Samstag bestreiten die Volleyballer des SSV Hamm gegen Telekom Post SV Bielefeld nicht nur ihr erstes Saison- und Heimspiel (20 Uhr/Beisenkamp-Gymnasium) nach dem Aufstieg in die Regionalliga, sondern sie schreiben dabei auch ein wenig lokale Volleyball-Geschichte.

Denn nach genau 25 Jahren geht wieder eine Hammer Volleyballmannschaft in der höchsten Spielklasse des westdeutschen Verbandes an den Start.

Viel Zeit für Rückblicke und Melancholie blieb Magnus Schroer, der schon damals dabei war, in den vergangenen Wochen nicht. Er war nicht nur als Spielertrainer gefragt, sondern musste auch die Grundlagen schaffen, damit die Auflagen des Verbandes rechtzeitig erfüllt sind. Die Verpflichtung eines Schiedsrichters mit B-Lizenz, durch die der SSV den Abzug von drei Punkten verhinderte, war eine wichtige Grundlage für die Neuverpflichtungen von Akteuren.

Mit Robin Groten (TVA Fischenich/Regionalliga), Emir Ibrisimovic (2. Liga Bosnien), Jens Bremhorst (Iserlohn/Oberliga) und Olaf Pracejus (reaktiviert) haben sich die Möglichkeiten der SSV-Volleyballer deutlich verbessert. Und die Einbindung von vier weiteren Akteuren aus der letztjährigen zweiten Mannschaft in das Training und in den Kader eröffnet darüber hinaus gute Perspektiven. Schroer stehen 15 Spieler zur Verfügung, so dass insbesondere die Trainingsabende ausreichend besucht sind.

Dennoch war der Weg zum Saisonstart holprig. Vier Wochen mit sieben Übungseinheiten und vier Testspielen müssen ausreichen, um am Samstag die ersten Punkte einzufahren – kein einfaches Unterfangen. Mit Robin Breuer (Fußverletzung) und Jan Bernardy (Urlaub) werden zudem zwei wichtige Akteure gegen Bielefeld fehlen. Der Einsatz von Ibrisimovic ist noch nicht sicher.

Die Mitaufsteiger aus Bielefeld können auf eine deutlich reibungslosere Vorbereitung zurückblicken. Im Kader des von der ehemaligen Nationalspielerin Anne-Kathrin Schade trainierten Teams stehen 16 fast gleichwertige Spieler. In „Notfällen“ kann sie auf Akteure der zweiten und dritten Mannschaft zurückgreifen, die beide in der Oberliga spielen. Das Ziel Klassenerhalt wollen die Ostwestfalen schnell erreichen. Den ersten Schritt dorthin wollen sie gegen den SSV Hamm machen.

Doch gerade der große Kader und die vielen Veränderungen auf Bielefelder Seite bieten dem SSV eine Chance, selber die ersten Punkte einzufahren. „Kein Team mit so vielen Veränderungen kommt perfekt eingespielt aus der Vorbereitung. Wir müssen uns auf die einfachen Dinge besinnen und mit einer geringen Fehlerquote im Aufschlag- und Annahmebereich agieren, dann können wir auf jeden Fall auch punkten“, so Schroers zielstrebige Vorgabe. „Der Klassenerhalt ist natürlich auch unser Ziel. Wichtiger sind uns aber sportlich interessante Auseinandersetzungen, bei denen wir, unabhängig vom Ergebnis, mithalten können. Je unverkrampfter uns dies in den Startwochen gelingt, desto größer sind die Chancen auf mehr Regionalliga-Volleyball in Hamm.“ - mag

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