Eisbären-Rumpfteam unterliegt Ratingen 2:4

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Marc Fleischer war trotz der 2:4-Niederlage gegen Ratingen ein sicherer Rückhalt im Hamm Tor.

Hamm  Mit einem Rumpfteam kassierten die Hammer Eisbären am Freitagabend vor 408 Zuschauern am Maxipark im letzten Heimspiel der Endrunde der 1. Eishockey-Liga West gegen den Tabellenführer Ratinger Ice Aliens eine ebenso unglückliche wie bittere 2:4 (2:2, 0:0, 0:2)-Niederlage. Bis drei Minuten vor Schluss hielten die Gastgeber trotz der Personalprobleme ein beachtliches 2:2, gingen am Ende dann aber doch mit leeren Händen vom Eis.

„Die Mannschaft hat alles gegeben, ist dafür aber leider nicht belohnt worden“, ärgerte sich Trainer Daniel Galonska. „Am Ende waren es individuelle Fehler, die den Ausschlag gegeben haben.“

Die Ausfallliste auf Seiten der Hammer war lang. Neben den Leistungsträgern Mikael Paunio, Andre Mangold, Kevin Thau und Oliver Kraft standen auch keine Förderlizenzspieler aus Iserlohn zur Verfügung. Um überhaupt zwölf Feldspieler auf das Eis zu bekommen, nominierte Galonska erstmals die aus dem eigenen Nachwuchs stammenden Niklas Hörstmann und Malte Strube. Die beiden 19-Jährigen spielen gewöhnlich in der 1b-Mannschaft der Eisbären. Das Hammer Rumpfteam präsentierte sich im ersten Drittel zunächst von der besten Seite. Bereits nach zwei Minuten brachte Lari Mäkijärvi die Gastgeber in Führung. Direkt nachdem Ratingens Musga nur den Pfosten getroffen hatte, erhöhte Ibrahim Weißleder nach Vorarbeit von Robin Loecke auf 2:0 (17.). Doch was sich die Eisbären so mühsam aufgebaut hatten, stießen sie am Ende des Abschnitts unnötig um. Innerhalb von nur 26 Sekunden kassierten sie zwei Treffer zum 2:2 – das auch noch ausgerechnet durch den Ex-Hammer Milan Vanek. „Da waren wir wieder eine Minute zu früh in der Kabine“, fluchte Galonska. „Man muss bis zur Sirene hochkonzentriert bleiben.“

Zu Beginn des zweiten Drittels drückten zunächst die Ice Aliens, doch die Gastgeber standen kompakt, ließen kaum Chancen zu. Und was dann noch auf das Tor kam, war sichere Beute von Keeper Marc Fleischer. Immer wieder setzten die Eisbären auch kleine Nadelstiche. Die größte Chance zur erneuten Führung vergab Dustin Demuth nach 37 Minuten, scheiterte aber freistehend am Ratinger Goalie Dennis Kohl.

In der äußerst fairen Begegnung gab es erst im letzten Drittel drei Zwei-Minuten-Strafen gegen die Gäste, eine gegen Hamm. Als die Ratinger drei Minuten vor Schluss gerade wieder komplett waren, passten die Eisbären nicht auf und ließen einen Konter zu, den Dustin Schumacher zum 2:3 (57.) vollendete. Stefan Kuchynka machte dann kurz vor Schluss in Überzahl mit dem 2:4 (60.) für Ratingen alles klar. Am Sonntag treten die Eisbären um 20 Uhr beim Neusser EV an.

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