SSV steigt doch in Volleyball-Regionalliga auf

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Strecken für die Regionalliga: SSV-Spielertrainer Magnus Schroer (Mitte) steigt mit seinem Team doch noch auf.

HAMM - Immer wieder schrammten die Oberliga-Volleyballer des SSV Hamm in den vergangenen Spielzeiten am Aufstieg vorbei. Auch in der gerade abgelaufenen. So schien es zumindest. Doch dann ging alles ganz schnell. Der SSV rückt nachträglich in die Regionalliga auf. So hoch spielte ein Hammer Volleyball-Team zuletzt vor 25 Jahren.

Magnus Schroer war 1990 als 28-Jähriger dabei, als der TuS Hamm aus der Regionalliga, damals die dritthöchste Spielklasse, abstieg. Jetzt, mit 53, wird er in diese Liga, die mittlerweile nur noch die viert-höchste ist, zurückkehren. „Das ist völlig geil. Wir wollen ein tolles Jahr daraus machen“, sagt der Spielertrainer des SSV. Erst einmal. Denn so schnell wie vor 25 Jahren will er sich nicht wieder aus der Regionalliga verabschieden, sondern gern länger als nur eine Spielzeit bleiben.

Auslöser der Freude beim SSV war der TV Dresselndorf, durch dessen Rückzug ein Platz in der Regionalliga frei wurde. Um den zu füllen, musste der Verband seine eigene Regel ändern, nach der ein Viertplatzierter der Oberliga nicht aufsteigen darf. Das tat das Verbandsgericht. Auch der Verbandsspielwart und Regionalliga-Staffelleiter Markus Jahns gab bereits grünes Licht. Jetzt fehlt nur noch das Okay vom Verbandsspielausschuss, der am Freitag tagt. Seine Zustimmung gilt als sicher.

„Für uns war es überhaupt keine Frage, ob wir das machen sollen – auch wenn wir in der neuen Saison gut 1000 Kilometer mehr fahren müssen“, sagt Schroer. Auf den SSV kommen gravierende Änderungen zu. Er muss nicht nur mehr als ein Dutzend neue Bälle anschaffen, sondern auch einen Schiedsrichterstuhl, der fest mit dem Pfosten verbunden ist – was den SSV in seiner Hallenwahl nicht nur unflexibler macht, sondern auch Geld kostet. So wie im Übrigen die im Vergleich zur Oberliga gut doppelt so hohen Schiedsrichterabgaben. Zudem muss der Verein als Regionalligist selbst einen B-Lizenz-Referee stellen, ansonsten wird das Team mit drei Punkten Abzug bestraft. „Den Schiedsrichter werden wir finden. Und auch die anderen Auflagen sind Dinge, die zwar neu für uns sind, die wir aber hinkriegen werden“, sagt Schroer.

Auch was das Sportliche angeht, ist der Spielertrainer zuversichtlich: „Das ist alles im grünen Bereich. Minden und Bielefeld sind mit uns aufgestiegen, Paderborn kennen wir noch aus der Spielzeit davor. Das sind Mannschaften auf Augenhöhe, die wir schon geschlagen haben“, sagt Schroer. Gleichwohl will er das Team noch verstärken, um möglichst erst gar nicht in die Nähe der beiden direkten Abstiegsplätze zu kommen. Die Spielersuche eilt allerdings nicht. Die Wechselfrist endet am 31. Juli. - sst

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