Hektische Schlussphase

TSC jubelt im Derby gegen Rhynerns Reserve

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Viele Zweikämpfe, wenig Fußball: Am Ende jubelte der TSC über einen 2:1-Erfolg im Derby gegen Westfalia Rhynern II.

HAMM - Für die einen war es einer der bittersten Momente der Saison, weil sie wichtigen Boden im Kampf um den Aufstieg verloren haben. Für die anderen war es einfach nur pure Erleichterung, darüber, sich ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft zu haben. Der Fußball, den beide Mannschaften in den 90 Minuten zuvor im Bezirksliga-Derby beim 2:1 (2:0)-Erfolg des TSC Hamm über Westfalia Rhynern II ablieferten, bot dagegen wenig Platz für überschwängliche Emotionen.

Von Günther Thomas

„Wenn man die Ergebnisse an diesem Wochenende sieht, dann war es eine schöne Sache, dass wir gegen eine Topmannschaft wie Rhynern gewonnen haben“, atmete TSC-Coach Erdal Akyüz auf, dass der Vorsprung seines Teams auf die Abstiegplätze bei sechs Punkten gehalten wurde. „In den vergangenen Wochen hatten wir oft Pech, als wir Gegentreffer in letzter Minute kassiert haben. Heute hat uns der Pfosten davor bewahrt, dass wir noch kurz vor Schluss den Ausgleich kassieren.“ Für Thomas Schneider war der empfindliche Dämpfer im Kampf um den Landesliga-Aufstieg vor allem selbst verschuldet. „Wir sind mit einem gewissen Hauch von Angst hier aufgelaufen, haben in den ersten 45 Minuten gar nicht stattgefunden“, ärgerte sich Rhynerns Coach. „Taktisch passte das in der Abstimmung der Mannschaftsteile nicht, und wir waren immer einen Schritt zu spät. Darum war es alles in allem eine verdiente Niederlage.“

Die Partie war gerade einmal fünf Minuten alt, da jubelte der TSC bereits das erste Mal. Mustafa Akyüz bedankte sich 16 Meter vor dem Tor für die freundliche Zurückhaltung der Rhyneraner Hintermannschaft und schlenzte den Ball halbhoch zur Führung ins lange Eck. In der Folge sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der sich die Gäste mühten, Zugriff zu bekommen, der TSC aber die besseren Chancen besaß. So hätte Ümit Marankoz nach 18 Minuten das 2:0 machen müssen, als er frei vor Westfalia-Keeper Maximilian Eul auftauchte, schob den Ball aber am Tor vorbei. Pech für den TSC, dass Torhüter Ibrahim Sariman nach einem Zusammenstoß mit Kevin Messner verletzt vom Feld musste. Für ihn kam Fatih Tas (30.). Nach 38 Minuten gab es aber erneut Grund zum Feiern für die Hausherren: Wieder war es Mustafa Akyüz, der sein Team jubeln ließ.

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Nach der Pause versuchten die Gäste, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Und sahen nach 59 Minuten wieder einen Hoffnungsfunken am Himmel. Jan Kleine hatte den Ball von links flach hereingegeben, der an Freund und Feind vorbei rutschte, ehe Messner am zweiten Pfosten nur noch zum 2:1 einschieben musste.

Während vor den Toren danach lange nichts passierte, erhitzten sich die Gemüter nach einem Foul von Andrei Lorengel an Mustafa Akyüz. Lorengel sah Gelb – für den Gefoulten wie seinen Trainer zu wenig. „Für die Aktion kann es nur eine Karte geben“, monierte Erdal Akyüz. Stattdessen zeigte Schiedsrichter Max Krämer wenige Minuten später dem Doppeltorschützen zunächst Gelb wegen Meckerns und kurz darauf auch noch Gelb-Rot, weil dieser weiter reklamierte (82.). Danach wurde das Fußballspielen auf dem Platz überwiegend durch Diskussionen und Verletzungspausen ersetzt – mit Ausnahme eines Freistoßes, den Marius Michler in der letzten Minute der Verlängerung an den Pfosten setzte (90.+4). Doch diesen Punkt hatte die Westfalia auch nicht verdient: weil „wir es zu keiner Zeit geschafft haben, unser fußballerisches Können abzurufen“, stellte Schneider fest.

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