Auftakt zu einer englischen Woche in der 2. Handball-Bundesliga

ASV Hamm für Geister-Heimspiel gegen Eisenach gerüstet

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Marian Orlowski und Kollegen wollen die Heimniederlage gegen Dessau (Spielszene) vergessen machen.

Nach der Zwangspause durch die coronabedingte Absage der Partie beim HSV Hamburg und dem folgenden Länderspielwochenende setzen die Handballer des ASV Hamm-Westfalen mit einer weiteren englischen Woche die Saison in der 2. Bundesliga fort.

Hamm – Dem Heimspiel an diesem Samstag gegen den ThSV Eisenach (19.15 Uhr, Westpress Arena) schließen sich die Auswärtspartie beim TuS Ferndorf am kommenden Mittwoch sowie das Heimspiel am 21. November gegen den HC Elbflorenz Dresden an – weiterhin ohne Fans in der Halle. 

Für Trainer Michael Lerscht hätte der Einstieg in die Saison mit 8:2 Punkten und Tabellenplatz drei kaum besser gelingen können, wäre da nicht die Heimniederlage im letzten Spiel am 24. Oktober gegen Spitzenreiter Dessau-Rosslauer HV (26:27) gewesen. „Zufrieden wollen wir nie sein“, sagt der 36-Jährige, und weiter: „Wir können aus dem Dessau-Spiel lernen. Wir haben es nachbesprochen und sollten das Spiel mahnend für uns nehmen, es künftig besser zu machen.“ Also möglichst schon gegen den Tabellenelften aus Thüringen.

Die Gastgeber sind jedenfalls gut vorbereitet. Der ASV nutzte das Wochenende ohne Hamburg-Spiel zur Regeneration, absolvierte anschließend eine intensive Trainingswoche und bereitet sich seit Montag gezielt auf Eisenach vor. „Das hat jetzt alles seinen normalen Rhythmus“, sagt Lerscht. Der Samstag-Gegner habe eine Mannschaft, die „eine gute Mixtur in sich trägt aus den Rückraum-Links-Spielern, guter Physis, guter Präsenz und Power“, wie Lerscht sagt. Zudem sei der rechte Rückraum mit Alexander Saul sehr stark besetzt und „beide Mittelleute bringen zudem viel Geschwindigkeit auf das Feld.“

 Lerscht hatte sich das Rückspiel der vergangenen Saison angesehen – eines der letzten in der Liga vor dem ersten Lockdown: „Und das war ja hier und da schon ein bisschen nickelig. Ich erwarte jedenfalls eine emotionale Partie von beiden Seiten – von daher sind wir auf vieles vorbereitet.“ Gegen die unterschiedlichen Deckungsformationen (6:0, 5:1) der Eisenacher wolle man natürlich bestmöglich performen. Nun haben die Hammer sich bislang sehr diszipliniert durch die Corona-Zeit bewegt; auch bis Donnerstag waren alle Tests negativ. 

Dass die Eisenacher, die immerhin mit dem österreichischen Nationalkeeper Thomas Eichberger und dem Kosovaren Armend Alaj zwei ihrer drei Nationalspieler zu den WM-Qualifikationen abgestellt hatten, Viren in die Hammer „Blase“ tragen könnten, hält Lerscht für eher ausgeschlossen. „Die Mannschaften werden ja alle getestet, sobald es Auffälligkeiten gibt, werden die Spiele ja abgesagt. Aber es ist eigentlich nicht das, worum ich mich kümmern muss oder soll. Das, was wir bestmöglich auf dem Feld machen können, das ist mein Projekt“, sagt der Hammer Trainer, nicht ohne vorher noch einmal seine Spieler in Sachen Corona-Prävention zu zu loben: „Ich bin den Jungs sehr dankbar, dass sie so diszipliniert sind, wie es den Anschein macht. Ich überprüfe sie ja nicht in ihrer Freizeit, aber wir sind bisher schadlos durchgekommen. Es läuft bei uns sehr routiniert und es gehört auch schon ein bisschen zum Alltag.“ 

Vor der englischen Woche sieht es für den ASV personell recht gut aus. „Klar, die Jungs haben hier und da Blessuren, aber nichts, das so gravierend ist, dass wir für Samstag gegen Eisenach einen Ausfall erwarten müssten – abgesehen natürlich von Merten Krings, dessen Daumen einen Einsatz immer noch nicht zulässt. Ich hoffe, dass der Dezember ein Monat ist, den wir mit Merten haben werden“, berichtet Lerscht aus der Kabine. 

Eisenach hat der Hammer Trainer klar vor Augen, aber auch Ferndorf schon im Blick – für das Spiel bei seinem langjährigen Verein am kommenden Mittwoch hat er die Vorbereitung aus dem Video heraus bereits begonnen. „Aber ansonsten“, sagt er, „spielt meine Historie nicht die bedeutende Rolle. Wir wollen da als ASV Hamm maximal gut spielen, dann kommen wir für Punkte infrage. Und das ist das, was wir wollen.“ Den ASV erwartet dort eine Mannschaft, die abwehrdominant auftreten wird und Außen hinzugewonnen hat, die den Gegenstoß noch einmal forcieren. „Eine spannende Mannschaft mit einem guten Kader“, sagt Lerscht.

Und den HC Elbflorenz als dritten Gegner binnen acht Tagen bewertet der ASV-Trainer als „eine knackige Aufgabe“. Die Dresdener spielen unorthodoxe Deckungsvarianten. „Auch so eine 4:2, womit sie zum Beispiel Nettelstedt den Zahn gezogen haben“, sagt Lerscht. Zudem sei das Team noch einmal breiter aufgestellt worden. Mit Michael Oehler und Ivar Stavast stehen zwei Ex-Hammer im Team, wobei sich letzterer beim Länderspiel-Einsatz für die Niederlande einen Daumen gebrochen hat und in der Westpress Arena wohl fehlen wird.

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