TSC Hamm feiert klaren 4:1-Derbysieg gegen Lohauserholz

+
Derby-Sieg: Dominik Derksen (links) setzte sich mit dem TSC deutlich in Lohauserholz (rechts Dimitrij Seludko) durch.

Hamm - „Das war die seit langem schlechteste Leistung“, echauffierte sich Hölzkens Co-Trainer Klodian Kola, der Michael Scheffler an der Seitenlinie vertrat, nach der 1:4 (0:2)-Heimniederlage des TuS Germania Lohauserholz gegen den TSC Hamm. „Es hat alles gefehlt, um Fußball zu spielen. Anscheinend hat sich das Selbstverständnis eingeschlichen, dass alles ohne die grundsätzlichen Dinge geht, die den Fußball ausmachen.“

Vor rund 125 Zuschauern „Am Hahnenbach“ begann das Ortsderby verhalten. Mit einem ersten Versuch von Mustafa Akyüz (18.) und einem abgefälschten Schuss von Ümit Marankoz, der an der Latte landete (23.), fand der TSC seinen Rhythmus. Wirklich rund lief das Spiel der Gäste nach der anschließenden Trinkpause. Der TSC verlagerte das Geschehen in die Hälfte der Grün-Weißen und eroberte die Bälle durch frühes Pressing bereits im Mittelfeld. Folgerichtig gelang Yasin Tirgil mit einem Schuss aus halblinker Position in den Winkel die 1:0-Führung (30.). Der Jubel war noch nicht ganz verklungen, da legte der TSC den zweiten Treffer nach, als Marankoz einen von Ismail Uysal initiierten Angriff vollendete (32.). Bei den Hausherren war vor der Pause kein Aufbäumen oder eine Tempoverschärfung zu spüren. Im Sturm war Timo Hilse gegen die sichere TSC-Abwehr um Dominik Derksen, Emir Bajric und Hüseyin Kücük abgemeldet.

Nach dem Wechsel hatte Mustafa Akyüz nach toller Balleroberung von Kerim Isiktekin die Vorentscheidung auf dem Fuß, scheiterte jedoch freistehend mit einem harmlosen Abschluss an TuS-Keeper Marcel Klemmer (51.). Eine Minute später musste Lohauserholz eine Hiobsbotschaft verkraften: Daniel Riemer, der nach einem Zusammenprall mit Bajric bereits einen Kopfverband trug (11.), ging unglücklich in einen Zweikampf, verdrehte sich das Knie und musste ins Krankenhaus gebracht werden (52.).

Dennoch gelang den Gastgebern aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß von Irfan Uzungelis konnte TuS-Schlussmann Fatih Tas das Leder nicht festhalten, und Dimitrij Seludko staubte ab (58.). Der starke Aziz Kukavica hätte den alten Vorsprung schnell wieder herstellten können, was Klemmer mit einer Glanzparade verhinderte (59.), aber auf der anderen Seite zielte Hilse nach einem Fehler der TSC-Abwehr freistehend über das Tor (73.). „Nach dem 1:2 hatten wir für zehn Minuten etwas Unruhe in unserem Spiel“, sagte TSC-Coach Erdal Akyüz. „Aber ansonsten waren wir von der ersten bis zur letzten Minute läuferisch und kämpferisch besser, haben mehr Emotionen in das Spiel eingebracht und den TuS nicht zur Entfaltung kommen lassen. Das waren heute drei völlig verdiente Punkte.“

In der Schlussviertelstunde schraubten der eingewechselte Kevin Kocaalan (76.) und Aziz Kukavica das Ergebnis in die Höhe. „Vielleicht kam die Niederlage für uns zu einem guten Zeitpunkt, denn wir wissen jetzt, wo wir stehen“, so Kola. „Wir sind noch nicht ansatzweise so weit, wie wir gerne wären.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare