Unternehmensgruppe sucht Alternativen

Hallenstreit: Eisbären brechen Gespräche mit Verwaltung ab

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Kenston-Chef Sebastian Uckermann

HAMM -   Frostige Zeiten scheinen rund um die Eissporthalle am Maximilianpark aufzuziehen. Denn derzeit ist es sehr fraglich, ob die Hammer Eisbären wirklich ab September weiter in Werries auf Punktejagd gehen werden.

Die Kenston-Unternehmensgruppe aus Köln, die den Oberliga-Spielbetrieb des heimischen Klubs übernommen hat, hat die Verhandlungen mit der Stadt Hamm erst einmal abgebrochen.

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„Das waren zuletzt sehr unangenehme Gespräche, die wir mit dem Vertreter der Maximilianpark GmbH und der Stadt geführt haben“, bestätigte Sebastian Uckermann, Leiter der Unternehmensgruppe. Nach wie vor sei Kenston bereit, die Eishalle zu übernehmen, aber nur zu akzeptablen Bedingungen. „Wir können nicht allein ins Risiko gehen“, bekräftigte Uckermann erneut. „Wir haben ein Gutachten erstellen lassen und dabei festgestellt, dass es in der Halle große Mängel gibt. Dafür können nicht wir die alleinige Verantwortung übernehmen.“ So habe es laut Uckermann schon seit zehn Jahren keine offizielle TÜV-Abnahme mehr gegeben, sei der Brandschutz nicht auf dem neuesten Stand und die hygienischen Zustände eine Zumutung. Da die Sicherheit offenbar nicht gewährleistet sei, will sich laut der Kölner Unternehmensgruppe jetzt auch die Jugend von Lippe Hockey Hamm direkt an den Oberbürgermeister wenden.

Die abgebrochenen Gespräche mit der Stadt Hamm seien auch der Grund dafür, dass die Eisbären noch keine weiteren Neuzugänge präsentiert haben. „Wir haben schon 15 Spieler fest an der Hand, aber wir können doch keine Spieler aus Tölz oder Rießersee nach Hamm holen, wenn nicht einmal gewährleistet ist, dass wir im Oktober noch in dieser Halle spielen können“, betonte der Kölner Unternehmenschef, der sich jetzt nach Alternativen im Umkreis von Hamm umsehen will. „Wir möchten natürlich als Eisbären gerne weiter in Hamm spielen, doch wenn das nicht möglich ist, dann gehen wir eben woanders hin“, erklärte Uckermann.

Der würde die Gespräche über eine Übernahme der Eishalle mit kompetenten Leuten der Stadt wieder aufnehmen. „Ich würde gerne ein Gespräch mit dem Stadtkämmerer und dem Oberbürgermeister führen“, sagte Uckermann. „Wir sind weiterhin bereit, nach einer ansprechenden Lösung zu suchen. Wir erwarten allerdings auch konkrete Vorschläge der Stadt, die wir bisher nicht erhalten haben.“

Laut Stadtkämmerer Markus Kreuz konnte sich die Stadt vor Wochen (WA berichtete) nicht mit der Kenston-Gruppe einigen, weil das Kölner Unternehmen Vorabzahlungen erwartete und keine Sicherheitsleistungen hinterlegen wollte. - P. Sch.

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