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Halil Dogan soll bei Westfalia Rhynern als Sezer-Nachfolger Lücken reißen

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Von: Patrick Droste

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Von der Hammer SpVg zum SV Westfalia Rhynern: Halil Dogan (hier für die HSV gegen Herne) soll beim Oberligisten eine zentrale Rolle einnehmen.
Von der Hammer SpVg zum SV Westfalia Rhynern: Halil Dogan (hier für die HSV gegen Herne) soll beim Oberligisten eine zentrale Rolle einnehmen. © Rainer Gudra

Es sind große Fußstapfen, in die Halil Dogan treten muss. Der 22-Jährige war in diesem Sommer von der Hammer SpVg zum Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern gewechselt, wo er im Mittelfeld den Weggang von 30-Tore-Mann Hakan Sezer (zum Regionalligisten RW Ahlen) kompensieren soll.

Hamm - „Hakan hat letzte Saison natürlich überragend abgeliefert“, sagt Dogan und fügt hinzu: „Ich strahle noch nicht so viel Torgefahr aus. Daran muss ich arbeiten. Aber das wird schon.“ Sein Trainer traut ihm jedenfalls zu, in der zentralen Position eine wichtige Rolle im Spiel der Rhyneraner zu übernehmen. „Halil ist im Eins-gegen-eins gut, ist wuselig und hat überragende technische Fähigkeiten“, sagt Michael Kaminski. „Im Torabschluss ist er noch nicht so stark wie Hakan, aber er weiß auch, wo das Tor steht. Er ist ein richtig guter Neuzugang für uns, der vom ersten Tag an gezeigt hat, dass er für uns eine Verstärkung sein kann und sein wird.“

Bereits bestens eingefunden

Dogan selbst, der in Dortmund lebt und in Lünen eine Ausbildung zum Elektriker absolviert, hat sich nach eigener Aussage bei der Westfalia bereits bestens eingefunden und fühlt sich in der neuen Umgebung pudelwohl. Hilfreich war dabei sicherlich, dass er Patrick Franke aus gemeinsamen Zeiten bei der HSV kennt und auch gegen fast alle Rhyneraner mehrfach in den prestigeträchtigen Ortsderbys gespielt hat. „Von daher war ich auch kein Unbekannter für die Jungs. Ich bin wirklich super von allen aufgenommen worden. Das lief echt top. Das sind alles super Typen, sowohl fußballerisch als auch charaktermäßig“, meint Dogan, der bei der Westfalia allerdings eine etwas andere Rolle einnehmen wird als bei der Hammer SpVg, mit der er in der vergangenen Saison aus der Ober- in die Westfalenliga abgestiegen ist.

Zentralere Rolle beim SV Westfalia

Denn bei der HSV kam er meist auf der linken Offensivseite zum Einsatz, in Rhynern soll er zentraler spielen, mit seinen Dribblings Löcher in die gegnerische Defensive reißen, die Angreifer in Szene setzen und natürlich selbst torgefährlich sein. Diese Position kennt er allerdings noch sehr gut aus seiner Jugendzeit. Denn auch in der B- oder A-Jugend bei RW Essen und beim Wuppertaler SV spielte er im offensiven Mittelfeld. „In der Mitte gefällt es mir besser als außen, wo man oft nicht ins Spiel eingebunden ist und lange warten muss, bis man mal wieder den Ball hat. In der Zentrale kann ich das Spiel mehr in die Hand nehmen. Das mag ich“, erklärt er.

Vorfreude auf Paderborn ist groß

Und daher freut er sich riesig, wenn es am kommenden Sonntag mit der Partie bei der U21 des SC Paderborn 07 los geht und er zeigen kann, über welches Potenzial er verfügt. „Ich komme von einer Mannschaft, die zuletzt unten drin stand. Jetzt bin ich bei einem Verein, der letztes Jahr fast den Aufstieg in die Regionalliga geschafft hat. Das sind schon ganz andere Voraussetzungen“, betont er und verrät, dass er dem Aufeinandertreffen mit den Ostwestfalen voller Ungeduld entgegen fiebert: „Auf Paderborn habe ich richtig Bock. Die haben ja auch knapp den Aufstieg verfehlt. Das wird zum Start direkt ein Highlight. Da sehen wir sofort, was wir als Mannschaft drauf haben. Und wenn wir da ein gutes Ergebnis mitnehmen, kann das direkt Motivation für die gesamte Saison sein.“

Erstes Tor für den neuen Verein

Und natürlich auch für Dogan selbst bei seinem Unterfangen, Hakan Sezer in Rhynern vergessen zu machen. Als Elfmeterschütze hat er am Sonntag im Westfalenpokal beim 5:1-Sieg beim VfB Schloß Holte zumindest bereits sein erstes Pflichtspieltor für die Papenloh-Elf erzielt.

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