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Gute Perspektiven beim ASV

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Von: Rainer Gudra

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Trotz des Ausfalls von Markus Fuchs und der Roten Karte für Jan Brosch war der Innenblock des ASV gegen Rostock auf dem Posten – hier Matej Mikita (links) und Benjamin Meschke.
Trotz des Ausfalls von Markus Fuchs und der Roten Karte für Jan Brosch war der Innenblock des ASV gegen Rostock auf dem Posten – hier Matej Mikita (links) und Benjamin Meschke. © Gudra

Mit dem Bundesliga-Absteiger HSC 2000 Coburg empfängt Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen am Freitag bereits den nächsten harten Brocken in heimischer Halle. ASV-Trainer Michael Lerscht erwartet einen Gegner, der „ein buntes Potpourri an guten Optionen“ in seinem Spiel besitzt. Aber auch die Hammer haben gute Perspektiven.

Hamm - 14 Spiele hat der ASV Hamm-Westfalen bis zum Saisonfinale am 11. Juni in Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga zu absolvieren. Wer das Team von Michael Lerscht noch einmal in der Westpress Arena erleben will, sollte bei der Auswahl der Heimspiele des ambitionierten Tabellendritten nicht mehr allzu wählerisch sein. Denn nach der Partie am Freitag (19.15 Uhr) gegen Bundesliga-Absteiger HSC 2000 Coburg wird es nur noch vier davon geben – bei neun Spielen in der Fremde.

„Das ist natürlich nicht ganz glücklich für uns“, sagt Lerscht, der aber auch einen klaren Leitspruch hat: „Die Dinge, die wir nicht beeinflussen können, sollten uns nicht interessieren“, sagte er bereits vor dem Hinspiel, das der ASV bei den Franken mit 32:26 gewonnen hatte.

Am 23. Oktober war das, und auch da warteten auf den Hammer Trainer und sein Team schon einige Unwägbarkeiten. Unmittelbar vor der Partie hatte der HSC-Trainer Alois Mraz geschasst und den jungen Brian Ankersen als neuen Trainer installiert – ein Indiz dafür, dass es für den Absteiger schon da nicht so lief wie erhofft. Auch dieser Tage ist das noch so, denn die Coburger belegen lediglich Rang 14 und müssen definitiv – bei nur zwei Pluspunkten vor den Abstiegsrängen – weiter nach unten schauen.

Spiel mit einigen Unwägbarkeiten

„Sie haben in nahezu identischer Besetzung in der ersten Liga gespielt, sind eine gute Truppe, momentan nahezu vollzählig, haben viel physische Präsenz in der Deckung und viele Variationsmöglichkeiten im Angriff – ein buntes Potpourri an guten Optionen also“, warnt Lerscht, wobei er eigentlich so gut wie alles über den Gegner weiß, aber erneut auf einige Unwägbarkeiten stößt. Denn die Coburger überzeugten zuletzt nur bedingt und sind seit dem 26. Februar (24:25 gegen Tusem Essen) ohne Spiel – wegen Corona-bedingter Absagen gegen Hüttenberg, Dresden und Nordhorn-Lingen. „Da ergeben sich natürlich einige Fragezeichen“, sagt der ASV-Trainer. „Fakt ist, dass sie ordentlich trainieren konnten, aber auch, dass ihr letztes Spiel schon länger zurück liegt und sie keinen Spielrhythmus haben“. Den mit seinem Team zu bekommen, ist auch für Lerscht wichtig.

Gute Nerven beim ASV

Nach dem erfolgreichen Heimspiel am Dienstag gegen Empor Rostock (27:25) – und nun vor dem zweiten von vier Spielen binnen elf Tagen bis zum 2. April – sagt er: „Wir bereiten uns sicher auf viele Dinge vor, müssen aber vor allem selber einfach ein gutes Spiel machen.“ Das ist es, was sich beeinflussen lässt. Und das mit Erfolg, denn der ASV hat bei drei Punkten Rückstand auf den zweiten Aufstiegsplatz, belegt von Nordhorn-Lingen, gute Perspektiven – und zuletzt auch in den ganz engen Matches (Aue, Ludwigshafen) die besseren Nerven.

Nach dem kräftezehrenden Arbeitssieg gegen die Norddeutschen ließ Lerscht es ruhiger angehen. Am Mittwoch standen seine Spieler nur eine Stunde auf der Platte. „Eher im lockeren Modus und nicht so, wie sonst zwei Tage vor einem Spiel.“ Gegen Coburg wird der ASV mit dem Aufgebot vom Dienstag antreten können; neben Sören Südmeier wird Abwehrchef Markus Fuchs wegen seiner Knieverletzung zuschauen. Sein Kollege im Innenblock, Jan Brosch, wird dabei sein; sein Feldverweis gegen Rostock galt als Matchstrafe. Neben ihm dürften in der Deckung Matej Mikita und Benjamin Meschke für das Grobe zuständig sein.

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