Lukas Stahl feiert WM-Bronze mit deutschem Team

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ufriedene Gesichter in Brasilien: Lukas Stahl vom Kanu-Ring (rechts) gewann mit Thomas Strauß (Augsburg) und Niklas Hecht (Leipzig) Team-Bronze.

IGUACU/MARKKLEEBERG -  Auf ein überaus erfolgreiches Wochenende blicken die Hammer Slalom-Kanuten zurück. Während Nachwuchstalent Lukas Stahl bei der Junioren-EM in Foz do Iguacu in Brasilien WM-Bronze mit der deutschen Mannschaft gewann, stießen bei den ersten zwei von vier Qualifikationsrennen in Markkleeberg Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert die Tür zur Qualifikation für die EM im eigenen Land und die WM in London weit auf.

Bei Lukas Stahl, dem Nachwuchstalent des Kanu-Rings, lagen allerdings Freud und Leid dich beieinander. Bei der Junioren-WM in Foz do Iguacu hatte der 15-Jährige denkbar knapp mit nur zwei Hundertstel Sekunden das Finale im K1 der Herren-Junioren verpasst.

„Zwei Torstabberührungen, durch die er vier Strafsekunden kassierte, bedeuteten das Aus“, sagte Jürgen Schubert, der seinen Schützling als Bundesdisziplintrainer nach Brasilien begleitet hatte. „Aber als Elftplatzierter einer Weltmeisterschaft kann Lukas trotzdem zufrieden sein“, fügte der Coach hinzu. „Sicher ist es ärgerlich für Lukas, denn er war verdammt schnell unterwegs. Und mit einer Berührung weniger wäre es sicher ein Finalplatz geworden und bei null Fehler gar der Sieg im Halbfinale.“

Am letzten Tag der WM wurden dann aber alle Bemühungen belohnt. Denn im Mannschaftsrennen der Junioren platzierte sich das deutsche Team mit Stahl auf dem dritten Rang. Zusammen mit Thomas Strauß (Augsburg) und Niklas Hecht (Leipzig) durfte sich das Trio in einem äußerst knappen Rennen über die Bronzemedaille hinter Frankreich und Spanien freuen.

Nach den ersten beiden Quali-Rennen in Markkleeberg liegt Jasmin Schornberg in der Gesamtwertung hinter Ricarda Funk (Bad Kreuznach) und Lisa Fritsche (Halle/Saale) auf dem dritten Rang. Zum Auftakt überzeugte sie mit Rang zwei hinter Funk und vor der Augsburgerin Melanie Pfeifer. Am Sonntag folgte im zweiten Finale der dritte Rang. Hier siegte Fritsche vor Funk. Eine sehr ernst zu nehmende Konkurrentin für die ehemalige Weltmeisterin vom Kanu-Ring wird vor allem Melanie Pfeifer sein, die mit einem dritten und einem vierten Platz in Lauerstellung auf einen der drei Quali-Plätze liegt.

Sebastian Schubert verschaffte sich mit zwei zweiten Plätzen in Markkleeberg bei Leipzig eine glänzende Ausgangsposition für die Entscheidung am kommenden Wochenende in Augsburg. Am Samstag lag der Heessener nur knapp hinter dem Augsburger Hannes Aigner auf Rang zwei, am Sonntag war nur der frühere Olympiasieger Alexander Grimm (Augsburg) schneller als der Top-Fahrer vom Kanu-Ring Hamm. In der Gesamtwertung geht Schubert nun als Zweiter in die beiden finalen Rennen am kommenden Wochenende.

„Es ist für mich sehr gut gelaufen. Ich hätte natürlich auch gerne ein Rennen gewonnen, doch mit zweimal Platz zwei bin ich durchaus zufrieden. Ein Podestplatz in Augsburg wird jetzt reichen“, freute sich Schubert, der allerdings keinen Sicherheitslauf plant. „Ich gehe auch in Augsburg voll auf Sieg. Damit bin ich immer gut gefahren“, betonte der 26-Jährige. Von den insgesamt vier Läufen wird das schlechteste Ergebnis gestrichen.

Freuen durfte sich Nachwuchsfahrer Stefan Hengst, der mit einem ausgezeichneten fünften Platz am Samstag und einem siebten Rang einen Tag später glänzende Aussichten besitzt, die deutschen Farben bei der U23-EM im polnischen Krakau zu vertreten. Am Sonntag fuhr der Heessener in 88,54 Sekunden sogar die mit Abstand beste Zeit bei den Herren, leistete sich dabei aber drei Torstabberührungen und damit sechs Strafsekunden. - sst/P. Sch.

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