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Großer Ärger bei der HSV wegen Roter Karte gegen Keeper Oberwahrenbrock

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Von: Patrick Droste

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Bönens Jesse Kuhn im Duell mit HSV-Angreifer Rion Latifaj.
Bönens Jesse Kuhn im Duell mit HSV-Angreifer Rion Latifaj. © Robert Szkudlarek

Sein erster Weg führte ihn nicht zu seinen Spielern, sondern Steven Degelmann suchte nach dem Abpfiff direkt die Kabine des Schiedsrichtergespanns auf. Und dort geigte der Trainer der Hammer SpVg dem Unparteiischen Niklas Erkeling und seinen beiden Assistenten nach der 1:3 (0:1)-Niederlage im Testspiel gegen Landesliga-Spitzenreiter IG Bönen seine Meinung.

Hamm – „Für kein einziges taktisches Foul wird eine Gelbe Karte gegeben. Aber dann sieht unser Torwart wegen Handspiels außerhalb des Strafraums Rot. Das ist lachhaft, das war eine völlig überzogene Entscheidung. Dadurch spielen wir fast eine Halbzeit in Unterzahl, und uns wird elf Tage vor dem Start in die Meisterschaft ein wertvoller Test genommen“, echauffierte sich der Coach des Oberligisten.

Es waren 51 Minuten gespielt, als die Szene passierte, über die sich Degelmann nach dem Schlusspfiff so enorm aufregte. Die Hammer SpVg lag zu diesem Zeitpunkt durch ein Gegentor von Yasin Acar, der ein Zuspiel von Muhammed Bulut verwertet hatte (33.), mit 0:1 zurück. Nach dem Wiederanpfiff wollte dann Arif Et nach einem langen Pass den Ball über den zur Pause eingewechselten Tim Oberwahrenbrock lupfen. Dabei blockte der HSV-Keeper das Spielgerät außerhalb des Strafraums mit den Händen ab. Schiedsrichter Erkeling zeigte dem Hammer Torwart die Rote Karte, so dass für zehn Minuten Andrei Lorengel ins Tor musste. Erst zehn Minuten später kehrte der zur Pause ausgewechselte und bereits fertig geduschte Jonas Trebing wieder auf das Feld zurück und nahm den Platz zwischen den Pfosten ein. „Einer musste sich ja opfern. Ich war schon mal beim Turnier in der Sachsenhalle für Wiescherhöfen im Tor, nachdem unser Keeper Marco Behrend Rot gesehen hatte“, sagte Lorengel.

Trotz Unterzahl gelang Casey Backhaus nach Zuspiel von Patrick Schmidt das 1:1 (69.). Doch Adem Cabuk, der eine Minute zuvor nur den Pfosten getroffen hatte, markierte das 1:2 (78.), ehe Et in der 90. Minute für den 1:3-Endstand sorgte. „Klar kam uns die Rote Karte entgegen. Aber mir war auch so schon vor der Partie klar, dass wir aufgrund unserer spielerischen Anlage mehr Ballbesitz haben und die Begegnung dominieren werden“, sagte IG-Trainer Ferhat Cerci, ehe er mit einem verschmitzten Lächeln hinzufügte: „Ich bin sehr zufrieden.“

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