Große Sportabzeichen-Aktion rund um die Pauluskirche

HAMM - Normalerweise sucht jemand, der die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen erfüllen will, einen Sportplatz auf. Am 19. Juni wird aber nichts so sein, wie es üblicherweise ist.

Denn dann macht die Sportabzeichentour Halt in Hamm, der Markplatz rund um die Pauluskirche wird an diesem Freitag in eine große Sportarena umgewandelt, in der jeder Interessierte das Abzeichen erwerben kann.

„Das ist für uns natürlich etwas ganz Besonderes, denn der Event findet bei uns direkt vor der Haustür statt. Und für die Bevölkerung ist das auch eine tolle Sache“, sagte Bernd Honermeyer, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Hamm – und fügte hinzu: „Sport fördern heißt Standorte lebenswert machen.“

Zusammen mit dem Stadtsportbund (SSB) Hamm richtet die Sparkasse die Aktion im Jahr ihres 175-jährigen Bestehens aus – und rechnet mit 700 bis 800 Teilnehmern. „An diesem Tag kann jeder zeigen, was in ihm steckt“, betonte Honermeyer, der gemeinsam mit Fritz Corzilius, dem SSB-Vorsitzenden, Schüler, Vereins- und Freizeitsportler dazu aufruft, an diesem Tag ab 10 Uhr die Prüfungen zum Deutschen Sportabzeichen abzulegen.

Vier verschiedene Übungen werden dabei angeboten: ein 400-m-Lauf auf einer Bahn rund um die Pauluskirche, die extra vom Katasteramt vermessen wird, Sprints auf zwei verschiedenen Strecken auf der Martin-Luther-Straße, Seilchenspringen und Standweitspringen auf Weichbodenmatten. „Außer Schwimmen können also alle für das Sportabzeichen relevanten Disziplinen abgelegt werden“, sagte SSB-Sportreferentin Angelika Schulze. „Neue Weltrekorde werden wir an diesem Tag allerdings nicht aufstellen können.“ Zwar brachte Honermeyer scherzhaft die Idee ins Spiel, mit den Leuten vom Katasteramt zu reden und diese zu überzeugen, nur eine 350 Meter lange Strecke zu vermessen, „damit wir hier fantastische Zeiten für einen 400-m-Lauf erzielen“, doch dieser Gedanke wurde schnell wieder verworfen.

Insgesamt gibt es auch in diesem Jahr wieder zehn Austragungsorte für die Sportabzeichen-Tour, die in Berlin startet. „Wir sind der einzige Standort dieser Tour, der das mitten in der Stadt und nicht auf einem Sportplatz ausrichtet. Und dieses Alleinstellungsmerkmal ist eine tolle Sache“, meinte Schulze. Und Corzilius merkte an: „Sport an besonderen Orten kann zwar für das eine oder andere Problem sorgen, hat aber auch viele Vorteile.

Denn jeder, der an diesem Tag in der Stadt ist, kann entweder einfach nur zuschauen und die Wettkämpfer anfeuern oder auch selber mitmachen.“ Der SSB jedenfalls fühlt sich für diesen Tag bestens vorbereitet, hat sich bereits jetzt auf alle Eventualitäten wie zum Beispiel Regen eingestellt und hat schon zahlreiche freiwillige Helfer akquiriert. „Dadurch, dass wir seit 1975 bei der Zahl der bestandenen Sportabzeichen in Nordrhein-Westfalen zu den führenden Städten gehören, haben wir eine große Zahl an Obleuten und Sportabzeichenabnehmern“, erläuterte Corzilius, der sich genauso wie seine Mitstreiter auf den 19. Juni freut. „So ein sportlicher Wettkampf mitten in der Stadtz, das hat ja richtig Eventcharakter“, betonte Torsten Cremer, Vorstandsmitglied Sparkasse. „Aber der Marktplatz ist ja schon sehr Event-erfahren.“

Zudem wird auch noch eine Stadtwette ausgetragen. In Anlehnung an das 175-jährige Jubiläum der Sparkasse haben Honermeyer und seine Vorstandskollegen den SSB herausgefordert und glauben nicht, dass 175 Vereinsmitglieder im Outfit ihres Klubs vor der Pauluskirche den Hampelmann machen. Und zwar genau 40-mal – genau die Zahl, die dem Alter der Großstadt Hamm und des SSB entspricht. „Wir hatten auch an Situps oder an Liegestütze gedacht. Aber der Hampelmann ist eine koordinative Übung, die jeder kann“, so Schulze.

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