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Große Personalsorgen vor dem Derby

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Von: Dirk Dörmann

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Das Hinspiel in der Bezirksliga zwischen Lohauserholz und Heessen endete 2:2-Unentschieden.
Das Hinspiel in der Bezirksliga zwischen Lohauserholz und Heessen endete 2:2-Unentschieden. © Robert Szkudlarek

Vor dem Bezirksliga-Derby am Sonntag um 15 Uhr zwischen dem TuS Germania Lohauserholz und dem SVE Heessen plagen beide Trainer große Personalsorgen. Neben den Langzeitverletzten in beiden Klubs muss Hölzkens Trainer Marco Liedtke zusätzlich auf Daniel Riemer und Irfan Uzungelis verzichten. Heessens Spielertrainer Rouven Meschede kann nicht selbst auf dem Platz stehen und muss auch Luca Kemper ersetzen.

Hamm - 17 Spieltage führte der TuS Germania Lohauserholz die interne Stadtwertung der drei Hammer Klubs in der Fußball-Bezirksliga an, bevor der SVE Heessen am vergangenen Sonntag durch seinen Sieg gegen Hultrop (4:1) und der gleichzeitigen Niederlage des TuS Germania Lohauserholz in Drensteinfurt (2:3) in der Tabelle an Hölzken vorbeizog. Am Sonntag treffen nun beide Mannschaften um 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Lohauserholz (Am Hahnenbach) direkt aufeinander.

Derby ist ausreichend Motivation

Durch einen Sieg könnten die Gastgeber, die aktuell mit 22 Punkten auf Platz zehn rangieren, wieder an Heessen (Achter mit 24 Punkten) vorbeiziehen und vor allem den Abstand auf die Abstiegsränge vergrößern. „Ein Derbysieg spielt für mich eine richtig große Rolle und muss für jeden Spieler ausreichend Motivation sein“, sagt Liedtke zur Bedeutung der Partie. „Man muss einfach sehen, dass viele Fans in der Stadt daran interessiert sind und entsprechend auch reichlich Zuschauer zum Platz kommen werden“, erwartet der Coach deshalb auch eine hochmotivierte Heimmannschaft.

Heessen will tief stehen

Auch für SVE-Spielertrainer Rouven Meschede ist so ein Stadtderby etwas Besonderes: „Wir freuen uns drauf und es wäre schön, die Hammer Nummer eins in der Bezirksliga zu sein, aber wirklich wichtig ist das nicht für uns.“ Stattdessen möchte Meschede mit seinen Spielern einfach die Erfolgsserie der Heessener fortsetzen. Der SVE ist seit fünf Spielen ungeschlagen und gewann dabei die vergangenen vier Begegnungen. „Wir hatten jetzt einen guten Auftakt ins neue Jahr und daran wollen wir auch am Sonntag anknüpfen. Wir werden wie gegen Hultrop tief stehen und Lohauserholz das Spiel machen lassen “, kündigt Heessens Spielertrainer an.

Entsprechenden Respekt äußert Liedtke über den Konkurrenten: „Der SVE ist individuell gut besetzt und hat nach der Rückkehr seiner Verletzten enorme Qualität auf dem Platz.“ Die sieht der Trainer aber auch bei seiner Mannschaft, die „bis auf Tabellenführer Soest jedes Team in der Liga schlagen kann, gleichwohl gegen jedes Team auch verlieren kann, wenn die Spieler nicht zu 100 Prozent Einsatzwillen an den Tag legen“. Hier sieht Liedtke auch den Grund für den missratenen Auftakt seines Teams ins Fußballjahr 2022. Beide Niederlagen gegen die Kellerkinder SV Drensteinfurt und Hammer SpVg II (0:2) seien vermeidbar gewesen, „wenn die Jungs bereit gewesen wären, alles für den Sieg zu tun“. Dass dies am Sonntag anders wird, davon geht Hölzkens Trainer nach einer intensiven Trainingswoche mit vielen Gesprächen und Laufeinheiten aus.

Topscorer fehlt bei Hölzken

Liedtke plagen allerdings große Personalsorgen. Neben den Langzeitverletzten muss er auf Topscorer Daniel Riemer (Schulterverletzung) und Irfan Uzugelis (Wadenprobleme) verzichten, „Die Ausfälle tun uns richtig weh“, sagt Liedtke.

Meschede wird am Sonntag wegen einer Fersenverletzung nicht für Heessen auflaufen können („Das fangen wir von außen auf“) und auch weiterhin auf Justin Perschmann und Marvin Sachweh verzichten müssen. Luca Kemper fehlt dem SVE wegen einer Erkrankung.

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