Eishockey

Der großartige Kampf der Hammer Eisbären wird nicht belohnt

+
Für die Eisbären – hier Kevin Orendorz – ist die Saison nach dem Halbfinal-Aus gegen Diez-Limburg beendet.

Die Hammer Eisbären scheitern im Playoff-Halbfinale nach einer starken Vorstellung am großen Favoriten Diez-Limburg

Hamm – Der große Kampf wurde am Ende nicht belohnt. Trotz einer famosen Vorstellung haben die Hammer Eisbären vor 751 Zuschauern die vierte Partie in der Best-of-five-Serie gegen die EG Diez-Limburg mit 5:7 (2:1, 1:1, 2:5) verloren und sind damit im Rennen um die Eishockey-Regionalliga-Meisterschaft im Halbfinale am Titelfavoriten gescheitert. „Das hatte meine Mannschaft heute nicht verdient. Wir hatten die Chancen, haben sie aber leider nicht reingemacht“, sagte Trainer Ralf Hoja nach der furiosen Partie. „Wir waren in dieser Serie nicht schlechter als Diez, es waren am Ende ein paar Kleinigkeiten, die ausschlaggebend waren.“

Hoja hatte die Reihen umgestellt und Dustin Demuth neben Kevin Thau und Kevin Ordendorz gestellt sowie Milan Svarc in die Angriffsreihe von Igor Furda und Ibrahim Weißleder beordert, um das Tempo hochzuhalten. Dennoch begann die Partie alles andere als nach Wunsch für die Eisbären. Als Igor Furda in der zweiten Minute wegen Behinderung auf die Strafbank geschickt wurde, nutzten die Gäste die Überzahlsituation zur Führung. Ross Reed hatte aus einem eigentlich viel zu spitzen Winkel abgezogen, doch Goalie Sebastian May rutschte die Scheibe zum 0:1 durch (3.).

Die Eisbären kamen aber zurück in die Partie. In der neunten Minute schloss Thau einen feinen Spielzug aus dem eigenen Drittel und einen Doppelpass mit Orendorz zum 1:1 in den Winkel ab (9.). Und damit nicht genug. Nachdem Svarc den Pfosten getroffen hatte (12.) und Thomas Lichnovsky am Limburger Keeper gescheitert war, gingen die Hammer in der 15. Minuten mit 2:1 in Front. Nach Zuspiel von Svarc, der auf beeindruckende Weise die Übersicht behalten hatte, markierte Furda den verdienten Führungstreffer für die Gastgeber.

Im zweiten Abschnitt ging es in dieser temporeichen und jederzeit spannenden Partie deutlich härter zur Sache. Zuerst aber gelang Diez-Limburg der Ausgleich – und zwar erneut in Überzahl. Kyle Piwowarczyk zog zum Tor und stocherte die Scheibe unter dem Schoner von May zum 2:2 ins Netz (27.). Fünf Minuten später lagen die Eisbären jedoch wieder in Front – ebenfalls in Überzahl. Nach einem Svarc-Pass stand Michal Spacek goldrichtig und traf zum 3:2 (32.). Anschließend musste Reed nach einem Check gegen Lichnovsky für zwei Minuten vom Eis. Dann ging der Limburger Leonard Günther mit seinem Check zum Kopf von Tim Pietzko, was die Schiedsrichter nicht ahndeten. Der Hammer ließ anschließend die Handschuhe fallen und ging auf Günther los. Die Folge: eine 2+2-Minuten-Strafe für Pietzko, so dass die Eisbären die Anfangsphase des Schlussabschnitts in Unterzahl bestreiten mussten.

Das gelang den Gastgebern auch – doch als Hamm gerade wieder komplett war, zappelte der Puck im Netz. Nach einem Querpass von Reed markierte Kevin Lavallee das 3:3 (43.) und läutete ein turbulentes letztes Drittel ein. Svarc brachte Hamm erneut in Front (47.), Andre Bruch traf zum Ausgleich (51.) und Lavallee zur Limburger 5:4-Führung (56.). Doch die Eisbären gaben sich nicht auf, schafften durch Marvin Cohut den erneuten Ausgleich (58.). Den längeren Atem hatten letztlich die Gäste, die durch die Treffer von Tobias Schab (60.) sowie Reed per Empty-Net-Goal (60.) mit 7:5 triumphierten und in das Finale einzogen.

„Das war eine top Leistung von uns“, sagte Hoja. „Aber wir müssen Diez auch Respekt zollen, das war das beste Team über die ganze Saison gesehen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare