Goran Barjaktarevic

HSV-Trainer: "Können mit Team nichts erreichen"

HAMM - Am Tag nach der 3:4-Niederlage im Heimspiel der Fußball-Oberliga gegen den SV Zweckel brodelte es im Trainer der Hammer SpVg immer noch gewaltig. Trainer Goran Barjaktarevic geht auf Distanz zu seiner Mannschaft und findet klare Wort.

Der Trainer beruft sich darauf, dass „ich 19 Spieler übernehmen musste“, deren Verträge bereits vor seinem Engagement verlängert worden waren. „Ich bin kein Vertreter davon, dass ich alle alten Spieler weghaue, wenn ich eine neue Mannschaft übernehme. Das war nicht meine Absicht. Daher hat auch jeder die gleiche Chance bekommen. Aber es hat sich im Laufe der Zeit gezeigt, dass wir mit diesem Team nichts Großartiges erreichen können“, erklärt der HSV-Coach. „Ich hatte gesagt und natürlich auch erwartet, dass sich die Spieler steigern, sich verbessern, dass man eine Entwicklung sieht. Aber bis jetzt ist nichts passiert.“

Bilder vom Spiel gegen Zweckel

Fußball Oberliga: HSV vergibt 2:0 und verliert 3:4 gegen Zweckel

Er nennt drei Gründe für die sportliche Misere:

- "Zuerst ist da die persönliche Überschätzung der Spieler zu nennen."

- "Dann die viel zu hohen Erwartungen von außen."

- "Und zum Schluss unsere Defensive, die die langsamste der Liga ist, so dass wir nie von hinten Druck machen können."

Daher geht Barjaktarevic derzeit deutlich auf Distanz zu seiner aktuellen Mannschaft, wird wohl kaum noch einen Akteur mit in die neue Saison nehmen.

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„Das Team wird definitiv anders aussehen“, betont der Coach, der zuerst Spieler aus der Region verpflichten wollte, mittlerweile aber sogar deutschlandweit nach neuem Personal für die HSV sucht. „Wir haben einen gewissen finanziellen Rahmen. Und wenn dieser nicht einzuhalten ist mit Spielern aus der Umgebung, dann muss man sich eben in einem größeren Umkreis umschauen."

Der Trainer nimmt sich selbst in die Pflicht: „Im nächsten Jahr bin ich dann zu 300 Prozent für das verantwortlich, was passiert.“

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