Glücklicher Derbysieg für Rhynern II gegen den TSC

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Einen glücklichen Sieg landete Rhynern II gegen den TSC.

Hamm - Es war ein hart umkämpftes Bezirksliga-Derby zwischen Westfalia Rhynern II und dem TSC Hamm. Zweimal gingen die Gäste durchaus verdient in Führung, doch die Westfalia-Reserve bewies Nehmerqualitäten, schaffte jeweils den Ausgleich und entschied das Spiel am Ende mit 3:2 (1:1) für sich.

„Das war sicherlich ein glücklicher Dreier. In der zweiten Halbzeit haben wir gerade im spielerischen Bereich eine schlechte Leistung gezeigt. Wir nehmen die drei Punkte aber mal so mit. In dieser Saison haben wir auch schon verloren, als wir die bessere Mannschaft waren. Für die Tabellenkonstellation ist der Erfolg natürlich viel wert“, freute sich Rhynerns Trainer Thomas Schneider, dessen Team nun Dritter ist. Sein Gegenüber, TSC-Coach Erdal Akyüz, haderte vor allem mit dem Schiedsrichter-Gespann um Tim Schmidt (Bergkamen), das er als Schuldigen für die Niederlage sah: „Über weite Strecken haben wir zwei gleich starke Teams gesehen. Die drei Punkte wurden uns durch den Schiedsrichter geklaut. Deshalb mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Gegen solche Herren kann sie nicht anspielen.“

In der ersten halben Stunde war die Partie vor allem ein Abnutzungskampf. Sowohl Rhynern als auch der TSC investierten viel, ohne dass echte Chancen heraussprangen. Die beste Gelegenheit hatte SVW-Stürmer Dimitrij Seludko (11.). Vor dem 0:1 agierten die Hausherren zu passiv. Das nutzte der TSC eiskalt aus. Vadim Baumbach wurde vor dem Strafraum nicht bedrängt und verwandelte sehenswert zur Führung (36.). Es dauerte allerdings nicht lange, da hatte Rhynern eine passende Antwort parat. Mergim Deljiu steckte auf den startenden Jannick Kastner durch, und der schob den Ball an Fatih Tas im TSC-Tor vorbei zum 1:1 ein (39.).

In der zweiten Halbzeit erwischte die Schneider-Elf den besseren Start. Hochkarätige Möglichkeiten sprangen allerdings bis auf einen unplatzierten Schuss von Jonas Michler nicht heraus (55.). Nach und nach erarbeitete sich der TSC im Anschluss die Kontrolle über das Spiel zurück. Bei einem Abschluss von Abdullah Sahin war der Winkel noch zu spitz (57.). Wenige Minuten später machte es Aykan Sahin besser und erzielte von der Strafraumgrenze die erneute Führung (62.). Einmal in Fahrt, marschierte der TSC weiter nach vorne, verpasste es aber, die zweite lethargische Phase der Rhyneraner zu nutzen und die Führung auszubauen. So glichen die Hausherren etwas überraschend aus. Ein langer Ball fand Seludko, dessen Schuss von TSC-Verteidiger Tamer Saglam ins eigene Tor bugsiert wurde (77.). Saglam musste das Feld wenig später nach einem Foul von Patrick Knörnschild verlassen, weil dem Verteidiger die Kniescheibe herausgesprungen war (82.). Kurz darauf wurde Akyüz wegen Meckerns aus dem Innenraum verwiesen (84.). Der Coach hatte für Knörnschild eine Gelbe Karte gefordert und war mit der Entscheidungen des Schiedsrichters vor dem 2:2 nicht zufrieden, als Seludko den Ball gegen Göksen behauptet hatte und der Verteidiger dabei zu Fall kam. „Das ist nicht mehr normal. Erst gibt es vor dem Rhynern-Tor keinen Freistoß und dann wird mein Spieler auch noch so umgetreten, dass er ins Krankenhaus muss“, echauffierte sich der Trainer.

Als dann auch noch Knörnschild für das entscheidende 3:2 sorgte, nachdem er den Ball stark behauptet hatte und im Fallen einnetzte, waren die Verantwortlichen des TSC endgültig bedient (87.). „Der Stürmer steht vor dem letzten Tor einen Meter im Abseits. Das war eine unnötige Niederlage“, so Akyüz. - csp

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