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ASV Hamm-Westfalen II: Glaube an den Klassenerhalt bleibt

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Von: Günter Thomas

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Stark gegen LIT 1912 II: ASV-Erstligaakteur Yonatan Dayan.
Stark gegen LIT 1912 II: ASV-Erstligaakteur Yonatan Dayan. © rother

Eine weitere Niederlage musste der ASV Hamm-Westfalen II in der 3. Handball-Bundesliga gegen LIT 1912 II einstecken - den Glauben an den Klassenerhalt hat ASV-II-Manager Frank Scharschmidt aber noch nicht verloren.

Hamm – Am Ende standen sie wieder mit hängenden Köpfen da. Die 28:29-Niederlage des ASV Hamm-Westfalen II gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf der 3. Handball-Bundesliga, LIT 1912 II, hatte Spuren hinterlassen. Die deutlichsten: Das rettende Ufer, also der Platz, der den Klassenerhalt direkt sichern würde, ist nach dem Spieltag in unerreichbare Ferne gerückt. Acht Punkte beträgt der Rückstand zu eben jenem Team um die Ex-ASVer Sören Südmeier und Marten Franke, das am Samstag jubelnd in der Steinhalle feierte.

Am Ziel Klassenerhalt hat sich dennoch nichts geändert. Jetzt soll es eben Rang elf werden, der zur Teilnahme an der Relegation um den Verbleib in der 3. Liga berechtigen würde. „Natürlich ist unsere Situation frustrierend“, räumt ASV-II-Manager Frank Scharschmidt ein. „Gerade nach der guten vergangenen Saison, die wir gespielt haben. Aber zuerst einmal ist festzustellen, dass wir auch unendlich viel Pech gehabt haben, dass fast die komplette erste Sieben, teilweise über einen längeren Zeitraum, ausgefallen ist. Damit kann keiner rechnen oder planen.“

Lange Ausfallliste

Die Liste der Ausfälle war und ist lang: Noch länger fehlen verletzungsbedingt Niklas Koelsch, Noah Moussa, Jan Wesemann und Fabio Runkel Niko Bratzke hat den Verein wieder verlassen. Bei Mark Artmeier hängt die Rückkehr ins Team von einer bevorstehenden Untersuchung seines lädierten Fingers ab. Kreisläufer Lars Kooij und Linkshänder Lars Gudat hoffen auf eine baldige Rückkehr – nicht am kommenden Spieltag, wenn es zu den SGSH Dragons nach Schalksmühle geht, aber möglicherweise eine Woche später beim TuS Opladen. „Während unsere Nachverpflichtung auf Linksaußen mit Nils Stange sehr gut funktioniert, läuft es bei Carlos Marquis auf Rückraum Mitte verletzungsbedingt nicht so“, sagt Scharschmidt, der um so mehr darauf hofft, künftig in der entscheidenden Phase Unterstützung aus dem Kader der ersten Mannschaft zu bekommen. „Gegen Schalksmühle möchten wir auf jeden Fall mit dem einen oder anderen aus der Ersten auflaufen. Wir sind ein Verein und wollen uns auch so präsentieren.“

Dass das funktionieren kann, bewies der Einsatz von Spielmacher Yonatan Dayan gegen LIT. Der Israeli war nicht nur wegen seiner acht erzielten Treffer „bester Spieler auf der Platte“, wie der Sportliche Leiter Michael Reiners betonte. Während gegen LIT laut Scharschmidt keine weiteren Akteure des Bundesligakaders spielberechtigt waren, sei es ab der Partie bei den Dragons durchaus möglich, weitere Spieler „von oben“ einzusetzen. „Du darfst zwei Pflichtspiele oder sechs Wochen nicht in der ersten Mannschaft gespielt haben – und die sind mit dem nächsten Wochenende abgelaufen“, so Scharschmidt, der weiter an den Klassenerhalt der Mannschaft glaubt. „Die Hoffnung stirbt zuletzt, wir versuchen jedenfalls alles, um uns den Platz in der Relegation noch zu erkämpfen.“

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