Demir schießt HSV II zum 5:4-Sieg im Kellerduell

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Emre Demir (links) traf beim 5:4 gegen Dorsten-Hardt dreimal für die HSV-Reserve.

Hamm - Die Hammer SpVg II kann nach dem Kellerduell in der Landesliga gegen den SV Dorsten-Hardt erstmal aufatmen. Trotz zwischenzeitlichem 1:3-Rückstand schlug die HSV-Reserve den SV am Ende dank einer starken zweiten Halbzeit verdient mit 5:4 (1:2).

Trainer Sebastian Brzezon ärgerte sich nach der Partie vor allem über die Einstellung seiner Truppe in der ersten Halbzeit: „Das fing schon beim Warmmachen an. Da hat man gesehen, wer von den Jungs konzentriert war und wer nicht. Weil wir im zweiten Durchgang aber insgesamt konsequenter waren und gekämpft haben, geht der Sieg in Ordnung.“

Dorsten-Hardt gelang ein Start nach Maß, denn nach Zuspiel von Pascal Pfeifer erzielte Christopher Seiffert das frühe 0:1 (4.). Wenig später glich Emre Demir, der neben Kevin Thume und Djaniny Cleitson Dos Santos Tavares einer von drei Spielern aus dem Oberliga-Kader in der Startelf war, mit Wucht zum 1:1 aus (11.). Die Gastgeber übernahmen mit der Zeit die Spielkontrolle, schafften es aber nicht, den Ballbesitz in gefährliche Offensivaktionen umzumünzen. Stattdessen traf Pfeifer zum 1:2, nachdem er sich gegen drei HSV-Verteidiger behauptet hatte (25.).

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In der zweiten Halbzeit entwickelte die HSV-Reserve zwar ordentlich Zug zum Tor, vergaß dabei aber die Defensivarbeit. Alexander Brefort sah, dass sowohl Linksverteidiger Semir Burnic als auch dessen Vordermann Ardian Ibrahimi auf der linken Seite nur behäbig zurückliefen und Athanasios Mitrentsis allein auf weiter Flur stand. Dessen Versuch parierte Schimmig zwar noch, doch gegen den Nachschuss von Pfeifer war der HSV-Schlussmann machtlos (56.). Als Pfeifer nur eine Minute später den Pfosten traf, reichte es Schimmig, und er faltete seine indisponierten Vorderleute gehörig zusammen.

Das war der Startpunkt für eine turbulente halbe Stunde bis zum Ende. Zunächst erzielte Demir aus 25 Metern den Anschluss (65.). Dann bewies Brzezon ein goldenes Händchen, denn der nur Sekunden zuvor eingewechselte Dennis Brinkwirth sorgte per Kopf für den 3:3-Ausgleich (75.). Der Jubel auf der HSV-Reservebank war noch nicht verhallt, da landete eine verunglückte Flanke des ebenfalls eingewechselten Roberto Fichera im Netz, und das Spiel war gedreht (76.). Die Entscheidung suchend, rannten die Hausherren weiter nach vorne und wurden in der 90. Minute durch den dritten Treffer des überragenden Demir zum 5:3 belohnt. Auch der 4:5-Anschluss durch Patrick Siegle in den Schlusssekunden, der aus einer weiteren Unkonzentriertheit der HSV-Hintermannschaft resultierte, konnte die Feierlaune bei den Gastgebern über den so wichtigen Dreier im Abstiegskampf dann nicht mehr trüben (90.+3).

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