2:1 – HSV gewinnt auch im Kreispokal gegen Rhynern

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Bejubelten ihren 2:1-Sieg: die Spieler der HSV.

HAMM - „Derbysieger, Derbysieger“ und „Finale, Finale“ hallte es Mittwoch Abend um kurz vor 20 Uhr von der Tribüne der Evora Arena. Zehn Tage nach dem 1:0-Sieg in der Oberliga gewann die Hammer SpVg auch das Halbfinale im Kreispokal gegen den Ortsrivalen SV Westfalia Rhynern mit 2:1 (0:1), schaffte damit den angepeilten Einzug ins Endspiel und sorgte für Ausgelassenheit bei ihren Fans.

Von Patrick Droste

„Der Sieg geht in Ordnung. Denn wir haben am Ende mehr gewollt“, sagte HSV-Trainer Oliver Gottwald nach der Partie, während sein Gegenüber Björn Mehnert erklärte: „Das war ein enges Pokalspiel ohne viel Leidenschaft. Wir haben es verpasst, das 2:0 zu machen und damit für die vorzeitige Entscheidung zu sorgen.“

Der Live-Ticker des Kreispokal-Halbfinals zum Nachlesen

Mehnert hatte seine Ankündigung wahr gemacht und zahlreiche Spieler aus der zweiten Reihe sowie aus der Bezirksliga-Reserve in die Anfangsformation beordert.

Doch bereits nach vier Minuten lag seine B-Mannschaft mit 1:0 in Führung. Nach einem Aussetzer von Damir Kurtovic schnappte sich Matteo Fichera den Ball, lief ein paar Schritte und zog ab. Zwar bekam HSV-Keeper Manual Lenz noch die Finger an das Spielgerät, doch entscheidend abwehren konnte er das Leder nicht mehr.

Anschließend entwickelte sich ein Spiel mit mäßigem Niveau. Von Rhynerns Elf, die in dieser Zusammensetzung noch nie zusammengespielt hatte und wohl so auch nie wieder auflaufen wird, waren nicht unbedingt Wunderdinge zu erwarten.

Die Gastgeber dagegen hatten in jüngster Vergangenheit schon deutlich bessere Vorstellungen abgeliefert als das, was sie im ersten Durchgang zeigten. Dennoch hatte die HSV vor dem Wechsel drei gute Möglichkeiten, den Ausgleich zu markieren.

Zuerst traf Danny Radke mit einem Freistoß aus 18 Metern nur den Außenpfosten (7.), dann lenkte Rhynerns Keeper Christoph Hunnewinkel einen tückischen Schuss von Roman Maciejak an die Oberkante der Latte (22.), ehe der freistehende Emre Demir einfach zu klein war, um eine Hereingabe von Radke zu verwerten (39.). „Das war viel zu wenig, was wir in der ersten Hälfte gemacht haben“, kritisierte Gottwald später.

Nach dem Wechsel hatte die Westfalia die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Nach einem raffinierten Diagonalpass von Mergim Deljiu tauchte Jannik Kastner völlig frei vor Lenz auf, scheiterte aber am Hammer Torwart (55.).

Kreispokal-Halbfinale: Hammer SpVg gegen Westfalia Rhynern 2:1

Das rächte sich drei Minuten später. Nach einer Ecke von Semih Yigit lenkte Ersin Kusakci den Ball per Kopf unglücklich ins eigene Tor. Anschließend übernahm die HSV zwar das Kommando, hatte aber in der 78. Minute erneut eine überaus brenzlige Situation zu überstehen.

Der eingewechselte Philipp Hanke hatte sich über die linke Seite bis zur Grundlinie durchgesetzt und auf Fichera gepasst. Doch von der Fünfmeterlinie jagte der Angreifer den Ball an die Latte. Und erneut ließ die HSV die Rhyneraner für ihre Unzulänglichkeit büßen.

Jannik Prinz leitet den Spielzug an der Mittellinie selbst ein, spielt den ersten Doppelpass mit Fayel Khmiri, den zweiten mit Serafettin Sarisoy und verwandelt frei vor Hunnewinkel aus zehn Metern zum 2:1 für die Gastgeber (88.). „Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung“, strahlte nach dem Abpfiff ein überaus zufriedener Oliver Gottwald. „Wir haben nicht nachgelassen und im zweiten Durchgang nichts zugelassen.“

Im Finale am 14. Mai (15 Uhr) trifft die HSV auf den Bezirksligisten SV Langschede, der sich bereits Anfang März beim BSV Heeren mit 4:1 durchgesetzt hatte.

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